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Bundeswehr

Bundesministerium der Verteidigung

Das Ministerium unterstützt den Bundesminister der Verteidigung in seinen Verantwortlichkeiten als Mitglied der Bundesregierung, Fachminister für militärische Verteidigung, Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt über die Streitkräfte im Frieden und Spitze der Wehrverwaltung.

Geschichte

Bereits 1950 übertrug Bundeskanzler Konrad Adenauer Theodor Blank die Leitung der Planungen für einen Verteidigungsbeitrag der Bundesrepublik Deutschland. Im Dezember 1950 begannen etwa 20 Mitarbeiter mit intensiven Vorarbeiten in Blanks Dienststelle mit der Bezeichnung "Der Beauftragte des Bundeskanzlers für die mit der Vermehrung der alliierten Truppen zusammenhängenden Fragen". Bis Juni 1955 wuchs dieses sogenannte Amt Blank auf über 1300 Beschäftigte an.

Es wurde am 7. Juni 1955 in "Bundesministerium für Verteidigung" umbenannt und die Bezeichnung auch so im kurz darauf geänderten Grundgesetz übernommen. Am 30. Dezember 1961 wurde die Bezeichnung (jedoch nicht im Grundgesetz) - als eines der "klassischen Ressorts" wie Auswärtiges, Finanzen, Inneres und Justiz - in "Bundesministerium der Verteidigung geändert.

Der Sitz des Ministeriums befand sich bei seiner Gründung in der Bonner Ermekeilkaserne. Ab 1960 begann der Umzug in den Neubau auf der Hardthöhe. Seit 1993 besitzt der Minister einen zweiten Dienstsitz im Bendlerblock in Berlin.

Organisation

Das BMVg ist zugleich oberste Bundesbehörde und höchste Kommandobehörde der Streitkräfte.

Die Leitungsebene des Ministeriums umfasst den Bundesminister, die beiden parlamentarischen Staatssekretäre sowie die beiden beamteten Staatssekretääre und den Generalinspekteur der Bundeswehr. Dem Bundesminister direkt unterstellt sind der Presse- und Informationsstab sowie der Leitungsstab. Dem Generalinspekteur unterstehen die Abteilungen Planung, Führung Streitkräfte und Strategie und Einsatz, einem beamteten Staatssekretär die Abteilungen Politik und Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung, dem zweiten die Abteilungen Haushalt und Controlling, Recht, Personal und Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen.

Im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr hat das BMVg zum 1. April 2012 eine neue, verschlankte Struktur eingenommen. Es umfasst nun neun Abteilungen:

  • Abteilung Politik
  • Abteilung Haushalt/Controlling
  • Abteilung Recht
  • Abteilung Planung
  • Abteilung Führung Streitkräfte
  • Abteilung Strategie und Einsatz
  • Abteilung Personal
  • Abteilung Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung
  • Abteilung Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen

Im nachgeordneten Geschäftsbereich des BMVg der Bundeswehr gibt es folgende Organisationsbereiche:

  • Streitkräfte
  • Bundeswehrverwaltung
    • Personal
      • Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw)
      • Bildungszentrum der Bundeswehr (BIZBw)
      • Bundessprachenamt (BSprA)
      • Universitäten der Bundeswehr (UniBw)
    • Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw)
    • Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw)
  • Militärseelsorge
  • Rechtspflege der Bundeswehr

Neben diesen Organisationsbereichen sind noch drei wichtige bereichsübergreifende Kommandos und Ämter dem BMVg unmittelbar unterstellt:

  • Einsatzführungskommando der Bundeswehr
  • Planungsamt der Bundeswehr
  • Luftfahrtamt der Bundeswehr
Organisationsbereiche der Bundeswehr

Ergänzende Artikel