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Bundeswehr

Tradition und Brauchtum der deutschen Marine

Tradition

Die Deutsche Marine pflegt die deutschen Militärtraditionen, wie sie im Traditionserlass für die gesamte Bundeswehr verbindlich festgelegt sind.

Dabei ist der geschichtliche Bezug zur Reichsflotte von 1848, für die Marine von großer Bedeutung. Diese gemeinsame Flotte, wurde vom ersten frei gewählten gesamtdeutschen Parlament aufgestellt und fuhr unter schwarz-rot-goldener Flagge.

Zur Erinnerung an den Aufstellungsbeschluss vom 14. Juni 1848, feiert die Deutsche Marine dieses Datum alljährlich als Marinegeburtstag.

Brauchtum

Die Bräuche in der Deutschen Marine entstammen zum einen eigener Überlieferung, zum anderen sind sie an das international übliche Brauchtum vieler Marinen und Seefahrer angelehnt.

Die Uniformen der Marine sind ein Ausdruck der Brauchtumspflege und sie haben ihre Ursprünge in der Geschichte. Ebenso wird die Seemannssprache weiter gepflegt und angewendet; mit einigen Abweichungen auch auf den Handelsschiffen.

Das Marinezeremoniell ist in vielen Marinen ähnlich. Typische Formen des Zeremoniells sind die Ehrenerweisungen "Front" und "Seite", die höheren Offizieren und Persönlichkeiten beim Betreten und Verlassen eines Schiffes bezeugt werden.

Patenschaften und Schiffsnamen

Alle Schiffe der Deutschen Marine pflegen eine Patenschaft zu einem Bundesland oder zu einer Stadt. Diese Beziehungen sind zum Teil sehr alt, besonders dann, wenn es in der Geschichte bereits mehrere Schiffe mit dem gleichen Namen gegeben hat. So gab es bereits in der Reichsflotte von 1848 Schiffe mit den Namen Bremen, Hamburg und Lübeck. Die jetzige Fregatte Emden ist bereits die fünfte Trägerin dieses Namens.

Seit einigen Jahren vergibt die Marine nur noch Schiffsnamen mit geographischem Bezug, um die Patenschaftspflege zu erleichtern. Außerdem sollen Diskussionen über Persönlichkeiten vermieden werden.

Crew

Insbesondere in den Notzeiten nach den beiden Weltkriegen war der Zusammenhalt der Crewen wichtig, denn es galt einen Neuanfang im Zivilleben zu finden.

Der Crewgedanke wird bis heute von der Deutschen Marine gepflegt und ist Teil der Identitätsbildung der jungen Offiziere. Alle Offiziersanwärter, die gleichzeitig eingestellt werden, bezeichnen sich als eine Crew. Die am 1. Januar 1956 Eingetretenen, gehören z. B. der "Crew I/56" an.