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Bundeswehr

Verbindungskommando (VbKdo)

Ein Verbindungskommando (VbKdo) ist ein Truppenteil der Bundeswehr, dem das Halten von Verbindungen zu anderen militärischen oder zivilen Institutionen obliegt.

Ein Verbindungskommando kann für kurze Zeit gebildet werden oder eine dauerhafte Einrichtung sein. Auch die Personalstärke ist unterschiedlich. Unter Umständen besteht das Verbindungskommando nur aus einem Soldaten, meistens einem Stabsoffizier, dem sogenannten Verbindungsoffizier.

Die Zivil-Militärische Zusammenarbeit obliegt den Landeskommandos, welche die Verbindung zur Regierung ihres jeweiligen Bundeslandes halten und denen Bezirks- und Kreisverbindungskommandos für die Ebene der Regierungsbezirke bzw. Landkreise unterstellt sind.

Bezirks- und Kreisverbindungskommando

Als Teileinheiten der Landeskommandos sind entsprechend den föderalen Strukturen 31 Bezirks- (BVK) und 410 Kreisverbindungskommandos (KVK) aufgestellt.

Die in den Regierungsbezirken, Kreisen und kreisfreien Städten aufgestellten Verbindungskommandos sind ausschließlich mit ortsansässigen Reservisten besetzt. Diese leisten ihren Dienst in einem Reservewehrdienstverhältnis gemäß Abschnitt 2 des Reservistengesetzes.

Jedes Verbindungskommando umfasst 12 Dienstposten, so dass hier insgesamt rund 5.300 Reservisten, davon 3.500 Offiziere, die Aufgaben in den Kommandos wahrnehmen. Der Leiter des Kommandos ist der Beauftragte der Bundeswehr für die Zivil-Militärische Zusammenarbeit (BeaBwZMZ) im Range eines Oberst d.R. / Kapitän zur See d.R. (BVK) oder Oberstleutnant d.R. / Fregattenkapitän d.R. (KVK).

Die Verbindungskommandos beraten im Fall der Hilfeleistung die zivilen Katastrophenschutzstäbe über Möglichkeiten und Grenzen der Unterstützung durch die Bundeswehr. Sie übertragen die zivilen Schadenslagen in ein militärisches Lagebild und führen das Lagebild der eingesetzten Bundeswehrkräfte. Die zivilen Unterstützungsforderungen nehmen sie auf und melden sie an das Landeskommando.

Ihnen obliegt die Teilnahme an den Sitzungen des Katastrophenschutzstabes zur aktuellen Lage und zu den operativen Folgeplanungen, Absichten und Schwerpunkten der Gefahrenabwehr. Die dort gewonnenen Informationen, melden sie an das Landeskommando. Auch erforderlicher Verlegungen von eingesetzten Bundeswehrkräften sowie Bedarf an zusätzlichen Kräften werden weitergemeldet. Die BVKs und KVKs halten auch die Verbindung zu den eingesetzten Truppenteilen.

Durch die Verbindungskommandos wird das Lagezentrum des Landeskommandos über die Lage der Bundeswehrkräfte informiert. Die Mitglieder des Verbindungskommandos unterstützen organisatorische Maßnahmen zur Unterbringung und Verpflegung von herangeführten Bundeswehrkräften.

Ergänzende Artikel