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Windjammer

Peking

Peking
Schiffstyp:Viermastbark
Schiffsklasse:Frachtsegler
stationär. Ausbildungsschiff (ab 1932)
Kiellegung:-
Stapellauf:20.09.1911
Indienststellung:30.11.1912
Bauwerft:Blohm & Voss
Hamburg, Deutschland
Baunummer:205
Länge über alles:115,00 m
Breite:  14,40 m
Tiefgang:    7,24 m
Wasserverdrängung:-
Masthöhe über Wasser:51,00 m (über Deck)
Segelfläche:4.100 qm
Maschinenanlage:keine
Leistung:-
Höchstgeschwindigkeit:-
ca. 16,00 kn  unter Segeln
Besatzung:31 Mann Stammbesatzung
43 Seeoffizieranwärter
Nation:USA
Heimathafen:New York
Eigner:South Street Seaport Museum
Verwendung:Museumsschiff

Geschichte

Am 20. September 1911 lief die 'Peking' bei der Hamburger Werft Blohm & Voss vom Stapel. Sie war als Frachtschiff für Nitrate zwischen Europa und Chile vorgesehen.

Unter Kapitän J. H. Hinrich Nissen, der schon das Fünfmast-Vollschiff 'Preußen' befehligt hatte, fuhr die 'Peking' ab dem 30. November 1912 dreimal die Route Hamburg-Valparaiso bis sie im August 1914 in Valparaìso (Chile) aufgrund des Ersten Weltkrieges zurückgehalten wurde. Am Ende des Krieges folgte die Rückführung von Caleta Coloso (Chile) nach London. Am 10. Mai 1921 ging das Schiff als Reparation an Italien, das mit der Viermastbark aber nichts anzufangen wusste, sodass es der Reederei F. Laeisz gelang, das Schiff zum 11. Januar 1923 für relativ günstige 8.500 Britischen Pfund zurück zu kaufen.

In den Folgejahren fuhr die 'Peking' die Route Hamburg-Talcahuano. Nach zwei weiteren Fahrten 1925 und 1926 wurde die 'Peking' wieder zum kombinierten Fracht- und Schulschiff umgebaut. 1928 und 1929 machte die Viermastbark zwei Reisen nach Talcahuano. Ihre letzte Reise unter der Flagge der Reederei F. Laeisz, führte die 'Peking' 1931/32 noch einmal nach Valparaìso und dann von Taltal (Chile) nach Santander (Spanien).

F. Laeisz verkaufte 1932 das Schiff an die Shaftesbury Homes and Arethuse Training Ship in London, wegen der Folgen der Weltwirtschaftskrise, worauf sie als stationäres Schulschiff umgebaut, in 'Arethusa' umbenannt (nach der Vorgängerin gleichen Namens aus dem 19. Jahrhundert) und bald darauf nach Upnor nahe Rochester in Kent verholt und auf dem Medway verankert wurde. Die Rahen wurden bis auf drei am Fockmast abgenommen, und das Schiff mit einem Portenband versehen.

Im Jahr 1940 wurde die Bark von der Royal Navy als Unterkunftsmöglichkeit eingezogen, bis 1945 in 'H.M.S. Peking' umbenannt und im Chatham Dockyard, Devon, aufgelegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging sie wieder an den Vorbesitzer und erhielt den Namen 'Arethusa' zurück.

Am 31. Oktober 1974 wurde die Viermastbark an die J. Aron Charitable Foundation versteigert. Vom 5. bis 22. Juli 1975 gelangte der Rumpf der 'Peking' am Haken des holländischen Seeschleppers Utrecht von Blackwall, London, die Themse hinunter über den Atlantik nach New York. Dort wurde sie originalgetreu wiederaufgeriggt. Auch ihr alter Heimathafen "Hamburg" prangt nun wieder am Heck. Seitdem liegt sie unter ihrem ursprünglichen Namen 'Peking' am Pier des South Street Seaport Museum, New York.

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