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Reservist

Konzeption der Reserve (KdR)

Reservisten bleiben ein wesentlicher Bestandteil der Bundeswehr. Sie sind unverzichtbar für die Sicherheitsvorsorge der Bundesrepublik Deutschland. Die derzeitige Neuausrichtung der Bundeswehr erweitert nun die Aufgaben- und Verantwortungsbereiche der Reservisten.

Dazu wurde die bisher gültige Konzeption vom September 2003 zur neuen "Konzeption der Reserve (KdR)" weiterentwickelt. Abgeleitet aus den Verteidigungspolitischen Richtlinien vom Mai 2011, setzt die KdR den Rahmen für eine effektive Einbindung der Reserve in die Aufgabenerfüllung der Bundeswehr.

Neue Kräfte und wachsende Bedeutung

Neben der Rolle der Reserve für die Personalergänzung und -verstärkung sowie ihrer Mittlerfunktion für die Bundeswehr in der Gesellschaft, muss der Heimatschutz als wesentliche Aufgabe der Reserve gestärkt werden. Die neu aufgestellten regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte bieten allen interessierten und geeigneten Reservisten eine Chance des Engagements. Die RSUKr schließen damit eine Lücke der bisherigen Konzeption für die Reservisten und Reservistinnen der Bundeswehr.

Die Reserve ergänzt und verstärkt außerdem personell alle Organisationsbereiche der Bundeswehr und des Bundesministerium der Verteidigung (Verteidigungsministeriums), so dass diese ihre Aufgaben im gesamten Einsatzspektrum erfüllen können. Reservisten werden dazu, abhängig von ihrer Ausbildung und Verfügbarkeit, in allen Aufgabengebieten der Bundeswehr eingesetzt. Sie tragen durch ihre zivilen Qualifikationen auch zum Aufbau neuer Fähigkeiten bei.

Durch das Aussetzen der Wehrpflicht gewinnt die Reserve zudem an Bedeutung für einen der jeweiligen Lage angepassten Aufwuchs der Streitkräfte. Durch ihre Präsenz in der gesamten Bundesrepublik Deutschland, wächst außerdem ihre Bedeutung als Mittler zwischen Bundeswehr und Gesellschaft.

Die drei Säulen der Reserve

Künftig soll die Reserve in drei Kategorien gegliedert sein:

Die Truppenreserve verstärkt die aktiven Verbände im gesamten Einsatzspektrum. Sie umfasst einzelne Dienstposten und Ergänzungstruppenteile, die bei Bedarf aktiviert werden.
Die Territoriale Reserve entlastet die aktive Truppe im Heimatschutz. Sie besteht aus den Verbindungskommandos zu den Kreisen und Bezirken in Deutschland, den Stützpunkten für die Zivil-Militärische Zusammenarbeit (ZMZ) sowie den neuen Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräften (RSUKr).
Die Allgemeine Reserve umfasst alle nicht beorderten Reservisten und steht für einen möglichen, langfristigen Aufwuchs der Bundeswehr bereit. Sie ist auch Mittler zwischen Bundeswehr und Gesellschaft.

Ergänzende Artikel

Informationen

PDF DokumentKonzeption der Reserve der Bundeswehr (KdR) (2012)