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Deutsche Marine

Museumshafen

Küstenminensuchboot der Klasse 320 (LINDAU)

Küstenminensuchboot Düren (M 1079)
Besatzung
Stammbesatzung (320):46
Stammbesatzung (331):43
Stammbesatzung (351):44
Schiffsmaße
Länge:47,10 m
Breite:8,30 m
Tiefgang:3,00 m
Einsatzverdrängung:465 t
Maschinenanlage
Antrieb:5 x Dieselmotoren
Leistung:2.940 kW (3.997 PS)
Geschwindigkeit:16 kn (31 km/h)

Bewaffnung

  • 1 x 40 mm Schnellfeuerkanonen (SK) L/70 Marine-Einzel-Lafette (MEL) 58 Mod. II von Bofors
  • 2 x Ein-Mann-Boden-Luft-Rakete FIM-43 Redeye (Fliegerfaust)
  • 4 x Wasserbombenhalterungen
  • Minenlegeausstattung

Minenräumgerät

Räumgeschirr mechanisch

  • 3 x Drahtseile
  • 1 x Tiefendrachen
  • 2 x Scherdrachen (+ ein Reservedrachen)
  • 4 x große Schwimmer
  • 1 x Schwimmer Null
  • 4 x Schweinchen (kleine Schwimmer)
  • Schneid- und Sprenggreifer
  • Verblockungswerfer
  • Bojen

Räumgeschirr elektrisch

  • 1 x großes Schleifenkabel

Räumgeschirr akustisch

  • 2 x Geräuschbojen mechanisch
  • 1 x Geräuschboje elektrisch

Einsatzprofil

Die Minensuchboote waren dafür ausgelegt, die anfangs ausschließlich eingesetzten Ankertauminen zu räumen. Deshalb hatten sie einen geringen Tiefgang und gute Manövriereigenschaften. Die Boote verfügten über ein Räumgeschirr, das mittels Scherdrachen zur Seite ausscherte, so dass die Boote einzeln eingesetzt werden konnten.

Dienstzeit

Die Boote waren die deutsche Ausführung der zum NATO-Einheitstyp gemachten und von verschiedenen NATO-Mitgliedsstaaten adaptierten US-amerikanischen "Bluebird"-Klasse. Sie erhielten zur Verbesserung der Stabilität einen niedrigeren Brückenaufbau und bewährten sich als sehr robust und vielseitig.

Zwischen 1958 und 1960 wurden achtzehn in Holzbauweise erstellte Küstenminensuchboote 55 in Dienst gestellt. Kurz darauf wurden diese zu Küstenminensuchboot der Klasse 320 umklassifiziert.

Zwischen 1970 und 1979 wurden zwölf der Boote zu Minenjagdbooten der Klasse 331 umgebaut (zwei zur Unterklasse 331A und Mitte des Jahrzehnts die übrigen zehn zur Unterklasse 331B). Ab 1979 wurden die restlichen sechs Boote mit dem "Troika"-System zum Lenken von Hohlstabbooten vom Typ "Seehund" ausgestattet und als Klasse 351 bezeichnet.

Ab 1991 wurden die Boote von der Deutschen Marine außer Dienst gestellt. Dreizehn Boote wurden an befreundeten Marinen abgegeben, ein Boot (Weilheim) ging an das Marinemuseum in Wilhelmshaven und vier Boote wurden über die VEBEG verkauft.

Einheiten

Küstenminensuchboot Klasse 320 (LINDAU)

NameKennungRufzeichenGeschwaderStützpunktin Dienstaußer Dienst
GöttingenM 10704. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven31.05.195814.06.1976
KoblenzM 10714. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven08.07.195812.12.1975
LindauM 10724. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven24.04.195828.04.1975
SchleswigM 10734. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven30.10.195801.02.1979
TübingenM 10744. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven20.08.195830.05.1975
WetzlarM 10754. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven20.08.195830.04.1976
PaderbornM 10764. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven16.12.195831.08.1979
WeilheimM 10774. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven28.01.195930.07.1976
CuxhavenM 10784. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven11.03.195929.10.1976
DürenM 10794. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven22.04.195920.12.1979
MarburgM 10804. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven11.06.195922.12.1976
KonstanzM 10814. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven23.07.195925.04.1980
WolfsburgM 10824. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven08.10.195927.04.1979
UlmM 10834. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven07.11.195928.07.1978
FlensburgM 10844. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven03.12.195925.03.1970
MindenM 10854. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven22.01.196029.08.1975
FuldaM 10864. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven05.03.196031.12.1969
VölklingenM 10874. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven21.05.196020.08.1976

Minenjagdboot der Klasse 331

NameKennungRufzeichenGeschwaderStützpunktin Dienstaußer Dienst
GöttingenM 10704. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven19.01.197911.09.1997
KoblenzM 10714. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven21.06.197822.06.1999
LindauM 10724. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven10.02.197809.10.2000
TübingenM 10744. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven20.03.197826.06.1997
WetzlarM 10754. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven06.10.197830.06.1995
WeilheimM 10774. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven13.07.197830.06.1995
CuxhavenM 10784. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven06.06.197908.02.2000
MarburgM 10804. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven28.06.197925.05.2000
FlensburgM 10844. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven12.09.197226.06.1991
MindenM 10854. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven31.05.197804.12.1997
FuldaM 10864. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven31.12.196926.03.1992
VölklingenM 10874. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven15.05.197924.03.1999

Hohlstablenkboot der Klasse 351

NameKennungRufzeichenGeschwaderStützpunktin Dienstaußer Dienst
SchleswigM 10734. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven19.03.198929.09.2000
PaderbornM 10764. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven01.04.198930.06.2000
DürenM 10794. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven01.04.198929.09.2000
KonstanzM 10814. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven01.04.198929.09.2000
WolfsburgM 10824. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven01.04.198929.09.2000
UlmM 10834. MinensuchgeschwaderWilhelmshaven07.11.195921.09.1999

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Ergänzende Artikel