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Deutsche Marine

Museumshafen

U-Boot der Klasse 206

U 18 (S 197)
Besatzung
Stammbesatzung:23
Schiffsmaße
Länge:48,60 m
Breite:4,60 m
Tiefgang:4,50 m aufgetaucht
Einsatzverdrängung:450 t aufgetaucht
498 t getaucht
Maschinenanlage
Dieselantrieb:2 x Dieselmotoren
Leistung:1.103 kW (1.500 PS)
Elektoantrieb:1 x Elektrofahrmotor
Leistung:1.324 kW (1.800 PS)
Geschwindigkeit:10,0 kn (18,5 km/h) aufgetaucht
17,0 kn (31,5 km/h) getaucht

Bewaffnung

  • 8 × 533 mm Torpedorohre (auch für Minen)

Einsatzprofil

Während des Kalten Krieges wurden die Boote vor allem in der Ostsee und den Ostseezugängen eingesetzt. Im Kriegsfall hätte ihre Hauptaufgabe in der Bekämpfung gegnerischer Landungsverbände bestanden. Darüber hinaus wurden Einsätze gegen gegnerische Überwasserkräfte im Nordflankenraum der NATO geplant, soweit es die Reichweite der Boote zuließ.

Bei Übungen gegen große, gut geschützte Flottenverbände erwiesen sich die Boote als äußerst schwer ortbar, und es gelang ihnen sogar, in die Sicherung US-amerikanischer Flugzeugträgerverbände einzudringen. U 24 gelang es während eines gemeinsamen Manövers in der Karibik, unbemerkt von den Sicherungsfahrzeugen an den Flugzeugträger "Enterprise" heranzukommen, erfolgreich einen simulierten Torpedofächer auf den Träger zu feuern und ihn durch das Periskop zu fotografieren.

Nachdem U 29 bereits 1979 eine Mittelmeerreise unternommen und bei einem Übungsschießen vor Kreta den ehemaligen "Zerstörer 1" versenkt hatte, fanden in den späteren Jahren mehrere Ausbildungsreisen von Booten der Klasse 206A in entferntere Seegebiete statt, um Erfahrungen für die nächste Generation von Booten zu gewinnen.

Dienstzeit

Die 18 Boote wurden dem 1. Ubootgeschwader (6 Boote) in Kiel und dem 3. Ubootgeschwader (12 Boote) in Eckernförde zugeteilt und bildeten den Kern der Ubootflottille der Bundesmarine. Im Februar 1998 wurden alle noch aktiven Boote im 1. UGeschw in Eckernförde zusammengefasst.

In den späten 90er begann die Außerdienststellung dieser Klasse, beginnend mit den unmodifizierten Booten der Klasse 206A. Über die Außerdienststellung der letzten sechs U-Boote wurde in der ersten Juni Woche 2010 entschieden. Sie wurden mit sofortiger Wirkung aus der Fahrbereitschaft genommen (stillgelegt) und im Marinestützpunkt Eckernförde aufgelegt. Für U 15 und U 17 erfolgte die Außerdienststellung im Dezember 2010, die restlichen vier Boote folgten im März 2011.

Einheiten

NameKennungRufzeichenGeschwaderStützpunktin Dienstaußer Dienst
S 192U 13DRDG1. UbootgeschwaderKiel19.04.197323.09.1997
S 193U 14DRDH1. UbootgeschwaderKiel19.04.197323.09.1997
S 194U 15DRDI3. UbootgeschwaderEckernförde17.07.197414.12.2010
S 199U 16DRDJ3. UbootgeschwaderEckernförde09.11.197331.03.2011
S 196U 17DRDK3. UbootgeschwaderEckernförde28.11.197314.12.2010
S 197U 18DRDL3. UbootgeschwaderEckernförde19.12.197331.03.2011
S 198U 19DRDP1. UbootgeschwaderKiel09.11.197331.03.2011
S 199U 20DRDN1. UbootgeschwaderKiel09.11.197326.09.1996
S 170U 21DRDO1. UbootgeschwaderKiel24.05.197403.06.1998
S 171U 22DRDP3. UbootgeschwaderEckernförde26.07.197418.12.2008
S 172U 23DRDQ3. UbootgeschwaderEckernförde02.05.197531.03.2011
S 173U 24DRDR3. UbootgeschwaderEckernförde16.10.197431.03.2011
S 174U 25DRDS1. UbootgeschwaderKiel19.04.197331.01.2008
S 175U 26DRDT1. UbootgeschwaderKiel13.03.197509.11.2005
S 176U 27DRDU1. UbootgeschwaderKiel16.10.197413.06.1996
S 177U 28DRDV1. UbootgeschwaderKiel18.12.197430.06.2004
S 178U 29DRDW3. UbootgeschwaderEckernförde27.11.197431.12.2006
S 179U 30DRDX1. UbootgeschwaderKiel13.03.197531.01.2007

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