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Deutsche Marine

Museumshafen

U-Boot der Klasse 241

Wilhelm Bauer
Besatzung
Stammbesatzung:57
Schiffsmaße
Länge:76,68 m
Breite:6,60 m
Tiefgang:6,20 m aufgetaucht
Einsatzverdrängung:1.620 t aufgetaucht
1.820 t getaucht
Maschinenanlage
Dieselantrieb:2 x Dieselmotoren
Leistung:440 kW (598 PS)
Elektoantrieb:2 x Elektrofahrmotor
Leistung:920 kW (677 PS)
Geschwindigkeit:15,5 kn (29,0 km/h) aufgetaucht
17,5 kn (32,0 km/h) getaucht

Bewaffnung

  • 4 × 533 mm Torpedorohre

Geschichte

Der Bau von U 2540 auf der Werft von Blohm ä Voss in Hamburg begann am 29. Oktober 1944. Stapellauf war am 13. Januar 1945. Mit der Indienststellung am 24. Februar 1945 wurde das Boot Teil der 31. U-Flottille.

Im April 1945 ging das Boot zur Frontausbildung nach Rønne auf Bornholm. Nachdem der Schulbetrieb wegen Treibstoffmangels eingestellt worden war, wurde U 2540 nach Swinemünde verlegt. Von dort ging es am 30. April 1945 zurück nach Westen. Für den 3. Mai 1945 war die Selbstversenkung von U 2540 geplant. Nachdem einige Besatzungsmitglieder an Bord des Hilfszielschiffs Bolkoburg übergesetzt hatten, erfolgte ein alliierter Luftangriff auf die deutsche Schiffsansammlung. Dabei kamen acht Besatzungsmitglieder außerhalb von U 2540 ums Leben, während das Boot die Luftangriffe fast gänzlich unbeschädigt überstand.

Am 4. Mai 1945 führte der Weg von U 2540 über Rødbyhavn nach Kiel und schließlich Flensburg. In der Flensburger Förde wurde U 2540 kurz nach 10:00 Uhr in der Nähe des Feuerschiffes von der Besatzung selbst auf den Grund der Förde versenkt.

Im Juni 1957 wurde U 2540 durch die Hamburger Bergungsreederei Bugsier gehoben, schwimmfähig gemacht und zu den Kieler Howaldtswerken geschleppt. Dort wurde das Boot, das zwischenzeitlich auf den Namen "Wal" getauft worden war, ab November 1958 als Versuchsboot für die neue Bundesmarine instandgesetzt.

Am 1. September 1960 wurde das Boot von der Bundesmarine übernommen und auf den Namen "Wilhelm Bauer" getauft. Als Erprobungsboot (Klasse 241) diente es bis zum 28. August 1968.

Mit ziviler Besatzung wurde die Wilhelm Bauer am 20. Mai 1970 erneut in Dienst gestellt und wurde vom Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung zur Erprobung technischer Neuerungen der Klasse 206 genutzt. Dafür wurde die Turmverkleidung gegenüber dem Nachkriegszustand mit militärischer Besatzung u. a. zur Aufnahme des Seeelefant Schnorchels und der WSU-Sonaranlage nochmals modifiziert. Nach einer Unterwasserkollision mit dem Zerstörer Z 3 (Fletcher Klasse) am 6. Mai 1980 wurde die "Wilhelm Bauer" am 18. November 1980 in Eckernförde verabschiedet und am 15. März 1982 endgültig außer Dienst gestellt.

Das Verteidigungsministerium schrieb U 2540 über die VEBEG zum Verkauf aus. Das Boot wurde 1983 vom Kuratorium zur Förderung des Deutschen Schifffahrtsmuseums e. V. übernommen und nach der Überführung ab August 1983 von der Seebeck-Werft für die Nutzung als Museum hergerichtet. Am 27. April 1984 wurde die "Wilhelm Bauer", inzwischen in Trägerschaft des Vereines "Technikmuseum Wilhelm Bauer", als Museum eröffnet. Seitdem konnte der ursprüngliche Zustand als U 2540 weitgehend rekonstruiert werden.

Einheiten

NameKennungUnterstellungStützpunktin Dienstaußer Dienst
Wilhelm BauerSchiffserprobungskommando (SEK)Kiel01.09.196028.08.1968
Y 880Erprobungsstelle 71 (E71)Eckernförde20.05.197015.03.1982

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