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Deutsche Marine

Zerstörer der "Hamburg" Klasse

Zerstörer Hessen
Schiffsdaten
Typ:Zerstörer
Klasse:101 / 101A
Besatzung
Besatzung:284
Schiffsmaße
Länge:133,70 m
Breite:13,40 m
Tiefgang:4,80 m
Einsatzverdrängung:4.050 t
Maschinenanlage
Antrieb:4 x Hochdruck-Heißdampfkessel
2 x Hochdruck-Turbinen
Leistung:50.015 kW (68.000 PS)
Geschwindigkeit:35 kn (65 km/h)

Bewaffnung

Konfiguration als Klasse 101

  • 4 x 100 mm Einzelgeschütze in Turmlafette (METL) L/55 von Creusot-Loire
  • 8 x 40 mm / L70-Flak Marine-Doppel-Lafette (MDL) Mod 68 II/62 von Bofors
  • 8 x 375 mm Uboot-Jagd-Raketen-Werfer in zwei Vierergruppen von Bofors
  • 5 x 533 mm Torpedorohre (drei im Bug, zwei im Heck) für Torpedos der Typen G7a, Seal und Nixe
  • 2 x Wasserbombenablaufbühnen von Hagenuk
  • 2 x Wurfgestelle für Minen am Heck (90 Seerminen)

Konfiguration als Klasse 101A

  • 3 x 100 mm Einzelgeschütze in Turmlafette (METL) L/55 von Creusot-Loire
  • 8 x 40 mm / L70-Flak Marine-Doppel-Lafette (MDL) Mod 68 II/62 von Bofors
  • 8 x 375 mm Uboot-Jagd-Raketen-Werfer in zwei Vierergruppen von Bofors
  • 2 x 533 mm Uboot-Jagd-Torpedorohre
  • 2 x Doppelstarter für Exocet-MM-38-Flugkörper
  • 2 x zwanzigrohrige 105-mm-Düppelwerfer von Breda (zur Selbstverteidigung gegen Flugkörper)
  • 2 x Wasserbombenablaufbühnen von Hagenuk
  • 2 x Wurfgestelle für Minen am Heck (90 Seerminen)

Einsatzprofil

Die Einsatzmöglichkeiten der Zerstörer Waren äußerst vielseitig. Neben der klassischen Geleitsicherung und dem Bekämpfen von See- und Luftzielen waren sie auch zum Kampf gegen U-Boote und zum Minenlegen geeignet.

Jedoch galten ihre Fähigkeiten spätestens Ende der 70er Jahre aufgrund der veralteten Elektronik (elektromechanische Feuerleitanlagen) als obsolet, da vor allem ihre Fähigkeit, moderne und schnelle Flugzeuge abwehren zu können, als zunehmend unzureichend eingeschätzt wurde. Lediglich die nachgerüstete Seezielflugkörperbewaffnung entsprach bis zu ihrer Ausmusterung dem Stand der Technik.

Dienstzeit

Die Einheiten der Klasse 101/101A bildeten das 2. Zerstörergeschwader in Wilhelmshaven. Bis zur Aufstellung des Geschwaders am 1. April 1965 waren die Zerstörer Hamburg und Schleswig-Holstein dem 1. Zerstörergeschwader in Kiel unterstellt. Alle Einheiten waren aber immer in Wilhelmshaven beheimatet.

Nach der Mitte der 70er Jahre durchgeführten Kampfwertsteigerung erfolgte die Umklassifizierung zur Klasse 101A.

Beginnend mit der Hessen im Jahr 1990, wurden die Einheiten bis 1994 außer Dienst gestellt. Ersetzt wurde sie durch Fregatten der "Brandenburg" Klasse" (123), deren Einheiten ab 1994 in Dienst gestellt wurden.

Geplante Modernisierung

Die Schiffe sollten eine weitere Modifizierung zur Klasse 101B durchlaufen. Es standen verschieden Alternativen zur Diskussion:

  • Einbau von RAM-Startern anstelle der Türme B und D, Einbau von einer FL1800-EloUM/GM-Anlage
  • Kein Ausbau von Turm B, Einbau der RAM-Starter in seitlicher Position, Einbau von U-Jagd-Raketenwerfern
  • Ausbau von Turm B, Aufstellung weiterer MM 38-Starter

Da die Schiffe, bedingt durch die vorherigen Umbauten, Nach- und Umrüstungen, über keine Stabilitätsreserven mehr verfügten und altersbedingt die Unterhaltskosten laufend stiegen, wurde auf die Modifizierung verzichtet.

Einheiten

NameKennungGeschwaderStützpunktin Dienstaußer DienstVerbleib
HamburgD 1812. ZerstörergeschwaderWilhelmshaven23.03.196424.02.19941998 in Spanien abgebrochen
Schleswig-HolsteinD 1822. ZerstörergeschwaderWilhelmshaven12.10.196415.12.19941998 in Belgien abgebrochen
BayernD 1832. ZerstörergeschwaderWilhelmshaven06.07.196507.12.19931995 in Dänemark abgebrochen
HessenD 1842. ZerstörergeschwaderWilhelmshaven08.10.196829.03.19901991 in Portugal abgebrochen

Alle Angaben sind ohne Gewähr!

Ergänzende Artikel