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Militär

Die besten Panzerabwehrraketen der Welt

Panzerabwehrraketen wurden zur Bekämpfung von Panzer, Schützenpanzer und andere gepanzerte Fahrzeuge entwickelt. Die Schlüsselfaktoren für diese Systeme sind Reichweite und Durchschlagskraft auch bei Reaktivpanzerung, aber auch die Zielerfassung und die Art der Lenkung spielt eine wichtige Rolle.

Bei den hier vorgestellten Panzerabwehrraketen handelt es sich um tragbare Fire-and-Forget Systeme, mit Top-Attack und eventuell Direct-Attack Modus. Fahrzeugmontierte und hubschraubergestützte Panzerabwehrraketen sind nicht enthalten.

1. MMP

MMP
Entwurfsland: Frankreich
Hersteller:MBDA S.A.S.
Einführung:ab 2017
Dicke Panzerung:100 cm
Flugkörper Länge: 1,3 m
Flugkörper Ø:140 mm
Gewicht:  15 kg
Reichweite:    4 km
Lenkung:• Inertiales Navigationssystem (INS)
• Halbautomatische Steuerung über
  Sichtlinie (SACLOS)
• Lichtwellenleiter
Zielortung:• Infrarotsuchkopf (IR)
• CCD-Sensor
Gefechtskopf:• Tandemhohlladung (HEAT)
• Splittergefechtskopf
Zünder:• Aufschlag

Die MMP (Missile Moyenne Portée) ist eine französische Panzerabwehrrakete der 5. Generation.

Es handelt sich um einen Mehrzweckflugkörper der alles bekämpfen kann, von Kampfpanzer mit Reaktivpanzerung bis hin zu Bunkern und feindlichen Truppen in Gebäuden. Die Panzerabwehrrakete kann sowohl bei extremen Reichweiten als auch bei verdeckten Zielen ohne Sichtkontakt gestartet werden. Sie kann auch aus geschlossenen Räumen abgefeuert werden.

Bei der MMP handelt es sich um ein System mit Top-Attack und Fire-and-Forget Fähigkeit. Der Bediener kann die Panzerabwehrrakete jedoch auch manuell ins Ziel lenken. Das System verfügt über einen praktischen Aufbau, bestehend aus einem Startrohr, einer tragbaren Feuerleitanlage mit Tag- und Nachtoptik und einer zusammenklappbaren Stativhalterung.

Nutzer

Frankreich | Katar

2. OMTAS

OMTAS
Entwurfsland: Türkei
Hersteller:Roketsan
Einführung:ab 2017
Dicke Panzerung:100 cm (?)
Flugkörper Länge: 1,7 m
Flugkörper Ø:160 mm
Gewicht:  24 kg
Reichweite:    4 km
Lenkung:• Hochfrequenz-Steuerung (HF)
Zielortung:• Infrarotsuchkopf (IR)
Gefechtskopf:• Tandemhohlladung (HEAT)
• Splittergefechtskopf
Zünder:• Aufschlag

Die OMTAS (Orta Menzilli Tanksavar Sistemi), auch bekannt als Mizrak-O, ist eine türkische Panzerabwehrrakete.

Obwohl ihre genauen Ursprünge unbekannt sind, handelt es sich auf dem Papier um einen Panzerabwehrrakete der 4. Generation, die sich durch ihre Reichweite, Präzision und Tödlichkeit auszeichnet. Ihr Aussehen scheint jedoch von Raketen wie der amerikanischen TOW-2B (BGM-71F) und der israelischen Spike MR beeinflusst worden zu sein.

Die OMTAS wurde entwickelt, um Kampfpanzer mit Reaktivpanzerung auszuschalten und ist infrarotgesteuert. Sie kann sowohl im Fire-and-Forget als auch im Fire-Observe-and-Update Modus abgeschossen werden, und die Panzerabwehrrakete über den Direct-Attack oder Top-Attack Modus ins Ziel gelenkt.

Nutzer

Türkei

3. Spike LR2

Spike LR2
Entwurfsland: Israel
Hersteller:RAFAEL Advanced Defense Systems Ltd.
Einführung:ab 1981
Dicke Panzerung:  90 cm
Flugkörper Länge: 1,2 m
Flugkörper Ø:130 mm
Gewicht:  13 kg
Reichweite: 5,5 km
Lenkung:• Inertiales Navigationssystem (INS)
• Halbautomatische Steuerung über
  Sichtlinie (SACLOS)
• Lichtwellenleiter
Zielortung:• Infrarotsuchkopf (IR)
  und/oder CCD-Sensor
Gefechtskopf:• Tandemhohlladung (HEAT)
• Splittergefechtskopf
Zünder:• Aufschlag
• Näherung

Die Spike LR2 ist eine israelische Panzerabwehrrakete der 5. Generation.

Sie wurde für den Einsatz bei der Infanterie und in leichten Kampffahrzeugen entwickelt und kann auch von Hubschraubern oder Wasserfahrzeugen eingesetzt werden.

Die Spike LR2 verwendet eine Infrarot-Bildführung. Sie verfügt über einen neuen Infrarotsucher mit einem intelligenten Zielverfolgungssystem und Funktionen der künstlichen Intelligenz. Die Panzerabwehrrakete wurde entwickelt, um Reaktivpanzerungen zu überwinden. Sie ist ebenfalls gegen Gebäude, Bunker oder Feldbefestigungen sehr wirksam.

Die Panzerabwehrrakete kann sowohl im Fire-and-Forget als auch im Fire-Observe-and-Update Modus abgeschossen werden. Alternativ kann sie auch ohne Sichtverbindung gestartet werden und über die drahtlose Datenverbindung durch Dritte ins Ziel gelenkt werden.

Nutzer

Australien | Aserbaidschan | Belgien | Chile | Dänemark | Estland | Ecuador | Finnland | Indien | Israel | Italien | Kolumbien | Kroatien | Lettland | Litauen | Niederlande | Polen | Peru | Philippinen | Rumänien | Singapur | Slowenien | Slowakei | Spanien | Südkorea | Tschechien

4. Javelin

Javelin (FGM-148)
Entwurfsland: USA
Hersteller:Javelin Joint Venture
Einführung:ab 1996
Dicke Panzerung:  80 cm
Flugkörper Länge: 1,1 m
Flugkörper Ø:130 mm
Gewicht:  16 kg
Reichweite:    4 km
Lenkung: • Monitor-Steuerung (TV)
• Laser
• Fernzielsuchgerät mit GPS
Zielortung:• Infrarotsuchkopf (IR)
Gefechtskopf:• Tandemhohlladung (HEAT)
• Splittergefechtskopf
Zünder:• Aufschlag
• Näherung

Die Javelin (FGM-148) ist eine amerikanische Panzerabwehrrakete und wurde Mitte der 1990er Jahre als Ersatz für die M47 Dragon in Dienst gestellt.

Derzeit ist die Javelin eines der modernsten tragbaren Panzerabwehrraketen der Welt. Sie kann jeden aktuellen Kampfpanzer mit Reaktivpanzerung zerstören und auch gegen niedrig fliegende Hubschrauber eingesetzt werden. Nur wenige existierende Panzerabwehrraketen, wie die israelische Spike, können mit der Javelin mithalten.

Die Panzerabwehrrakete ist eine tragbare Waffe vom Typ Fire-and-Forget. Sie wird von der Schulter aus abgefeuert und die Panzerabwehrrakete über den Direct-Attack oder Top-Attack Modus ins Ziel gelenkt.

St. Javelin

Die Panzerabwehrrakete ist mit einem Infrarot-Leitsystem ausgestattet. Es erfasst das Ziel vor dem Abschuss. Während des Fluges wird die Rakete automatisch gelenkt. In dieser Zeit kann der Bediener das leere Rohr von der CLU abnehmen und ein anderes Rohr mit einer neuen Panzerabwehrrakete anbringen, was etwa 15 Sekunden dauert.

Es gibt eine Version FGM-148F, die mit einem Mehrzwecksprengkopf ausgestattet ist. Sie ist wesentlich wirksamer gegen feindliches Personal, Waffenbesatzungen, Gebäude und leicht gepanzerte oder ungepanzerte Fahrzeuge.

Nutzer

Australien | Bahrain | Estland | Frankreich | Georgien | Großbritannien | Indonesien | Irland | Jordanien | Litauen | Neuseeland | Norwegen | Oman | Polen | Katar | Saudi Arabien | Taiwan | Tschechien | Ukraine | Vereinigte Arabische Emirate | USA

5. HJ-12

HJ-12
Entwurfsland: China
Hersteller:Norinco
Einführung:ab 2014
Dicke Panzerung:  80 cm
Flugkörper Länge: 1,1 m
Flugkörper Ø:130 mm
Gewicht:  13 kg
Reichweite:    4 km
Lenkung:• Monitor-Steuerung (TV)
Zielortung:• Infrarotsuchkopf (IR)
Gefechtskopf:• Tandemhohlladung (HEAT)
• Splittergefechtskopf
Zünder:• Aufschlag
• Näherung

Die HJ-12 ist eine chinesische Kopie der amerikanischen Javelin.

Die chinesische Panzerabwehrrakete hat ähnliche Spezifikationen und Fähigkeiten wie die Basisversion Javelin. Die verwendet eine ähnliche Infrarot-Lenkmethode wie die Javelin und greift ihre Ziele von oben an.

Derzeit gibt es weitere fortschrittliche chinesische Panzerabwehrraketen, die der amerikanischen Javelin ähneln und für den Export angeboten werden. Dazu gehören die Panzerabwehrlenkraketen GAM-100 und TS-01. Diese sind der HJ-12 jedoch weitgehend ähnlich.

Nutzer

Algerien | China

6. NLAW

NLAw
Entwurfsland: Sweden
Hersteller:Saab Dynamics
Thales Group
Einführung:ab 2007
Dicke Panzerung:  50 cm
Flugkörper Länge: 1,0 m
Flugkörper Ø:115 mm
Gewicht:  11 kg
Reichweite:    1 km
Lenkung:• Inertiales Navigationssystem (INS)
Zielortung:• Zielverfolgung für 3 bis 6 Sekunden (PLOS)
Gefechtskopf:• Tandemhohlladung (HEAT)
• Splittergefechtskopf
Zünder:• Aufschlag

Die NLAW (Next Generation Light Anti-Tank Weapon) ist eine schwedische Panzerabwehrrakete.

Sie kann jeden aktuellen Kampfpanzer mit Reaktivpanzerung zerstören und auch gegen niedrig fliegende Hubschrauber eingesetzt werden. Die Panzerabwehrrakete eignet sich besonders für den Kampf in urbanem Gelände.

Die NLAW ist eine tragbare Waffe vom Typ Fire-and-Forget. Sie wird von der Schulter aus abgefeuert und die Panzerabwehrrakete über den Direct-Attack oder Top-Attack Modus ins Ziel gelenkt.

Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder auch stehend erfolgen. Sie kann auch aus geschlossenen Räumen abgefeuert werden. Ein erfahrener Soldat kann die Panzerabwehrrakete in 5 Sekunden schussbereit machen und abfeuern.

Nutzer

Finnland | Großbritannien | Indonesien | Litauen | Luxemburg | Malaysia | Saudi Arabien | Schweden | Schweiz | Ukraine

7. Shershen

Shershen
Entwurfsland: Weißrussland
Hersteller:SRPC
Einführung:ab 2012
Dicke Panzerung:  80 cm
Flugkörper Länge: 1,4 m
Flugkörper Ø:130 mm
Gewicht:  30 kg
Reichweite: 5,5 km
Lenkung:• Halbautomatische Steuerung über
  Sichtlinie (SACLOS)
• Laser
Zielortung:
Gefechtskopf:• Tandemhohlladung (HEAT)
• Splittergefechtskopf
Zünder:• Aufschlag

Die Shershen [Deutsch: Hornet] ist die weißrussische Variante der ukrainischen Panzerabwehrrakete Skif.

Während beide Systeme austauschbar erscheinen, haben die weißrussische Shershen und die ukrainische Skif leicht unterschiedliche Anwendungen.

Die Panzerabwehrrakete verwendet eine Laserlenkung und hat einen Tandemsprengkopf mit Hohlladung. Ihre Durchschlagskraft ist mehr als ausreichend, um Kampfpanzer der aktuellen Generation außer Gefecht zu setzen.

Nutzer

Georigien | Nigeria | Turkmenistan | Weißrussland

8. Kornet-M

Kornet-M (9M133)
Entwurfsland: Russland
Hersteller:KBP Instrument Design Bureau
Einführung:ab 2015
Dicke Panzerung:100 cm
Flugkörper Länge: 1,2 m
Flugkörper Ø:152 mm
Gewicht:    8 kg
Reichweite: 5,5 km
Lenkung:• Halbautomatische Steuerung über
  Sichtlinie (SACLOS)
• Laser
Zielortung:
Gefechtskopf:• Tandemhohlladung (Heat)
• Splittergefechtskopf
Zünder:• Aufschlag

Die 9M133 Kornet [NATO Code/Name: AT-14 Spriggan] ist eine russische Panzerabwehrrakete.

Ihren furchterregenden Ruf verdankt sie ihrer extremen Reichweite, die weit über der der meisten aktuellen Panzerabwehrraketen liegt. Die ursprüngliche Kornet-E hatte eine maximale Reichweite von 5,5 km.

Kürzlich wurde eine neue Rakete mit thermobarem Gefechtskopf für diese Waffe entwickelt. Auch diese soll eine Reichweite von 5,5 km haben und ist wirksam gegen Gebäude, Bunker, Feldbefestigungen und verschanzte Truppen.

Trotz der deutlich größeren Reichweite ist die russische Kornet jedoch in Bezug auf die Lenkung nicht so fortschrittlich wie andere moderne Panzerabwehrraketen.

Nutzer

Algerien | Bahrain | Iran | Kamerun | Russland | Saudi Arabien | Serbien

9. TOW 2

TOW 2
Entwurfsland: Frankreich
Hersteller:MBDA
Einführung:ab 1983
Dicke Panzerung:  90 cm
Flugkörper Länge: 1,5 m
Flugkörper Ø:152 mm
Gewicht:  21 kg
Reichweite: 3,7 km
Lenkung:• Halbautomatische Steuerung über
  Sichtlinie (SACLOS)
• Lenkdraht
Zielortung:• Halbautomatisch via Infrarotsuchkopf (IR)
Gefechtskopf (HEAT):• Tandemhohlladung (HEAT)
Zünder:• Aufschlag

Die TOW-2 (BGM-71D) ist eine französische Panzerabwehrrakete. Sie wird seit 1983 von der US Army eingesetzt und hat sich als sehr effektive Waffe erwiesen. Sie ist nach wie vor ein sehr leistungsfähiges Panzerabwehrsystem, obwohl diese Waffe bereits fast 40 Jahre alt ist.

In der Grundform für die Infanterie ist der TOW Werfer auf einem tragbaren Dreibein montiert. Die Rakete wird in einem versiegelten Behälter mitgeführt. Sie wird vor dem Abschuss an der Abschussvorrichtung angeklippt. In der US Army werden die Systeme in der Regel von separaten Panzerabwehrkompanien für die schwere Panzerabwehr eingesetzt.

Der TOW-2 Flugkörper ist in mehreren Versionen erhältlich und wird in drahtloser und drahtgeführter Form hergestellt. Für die drahtlosen Raketen sind keine besonderen Änderungen am Abschussgerät erforderlich. Das System verfügt über ein Wärmebildvisier und kann bei Nacht eingesetzt werden.

Nutzer

Argentinien | Ägypten | Äthiopien | Bahrain | Botswana | Chile | Dänemark | Deutschland | Finnland | Griechenland | Israel | Italien | Japan | Jordanien | Kamerun | Kanada | Kenia | Kolumbien | Kuwait | Luxemburg | Marokko | Norwegen | Oman | Portugal | Saudi Arabien | Schweden | Schweiz | Spanien | Südkorea | Taiwan | Tunesien | Türkei | Ungarn | Vereinigte Arabische Emirate | USA | Vietnam

10. Milan ER

Milan ER
Entwurfsland: USA
Hersteller: Hughes Aircraft Company
Einführung:ab 1972
Dicke Panzerung:100 cm
Flugkörper Länge: 1,2 m
Flugkörper Ø:115 mm
Gewicht:  13 kg
Reichweite:    3 km
Lenkung:• Halbautomatische Steuerung über
  Sichtlinie (SACLOS)
• Lenkdraht
Zielortung:• Halbautomatisch via Infrarotsuchkopf (IR)
Gefechtskopf:• Tandemhohlladung (HEAT)
Zünder:• Aufschlag

Die Milan ER ist eine Weiterentwicklung der amerikanischen Panzerabwehrrakete Milan, die seit fast 50 Jahren im Einsatz ist.

Die neue Version verfügt über eine neue Abschussvorrichtung und einen leistungsfähigeren Flugkörper mit größerer Reichweite. Sie verwendet ein neues Abschussgerät mit integrierter Wärmebildkamera, das mit den früheren Varianten der Panzerabwehrraketen, einschließlich Milan 2 und Milan 3 kompatibel ist.

Die Milan ER bleibt ein drahtgesteuertes System. Jedoch gilt diese Lenkmethode nach heutigen Maßstäben als veraltet.

Die Durchschlagskraft reicht aus, um selbst die am stärksten gepanzerten Kampfpanzer zu zerstören. Sie kann auch gegen Truppen in Gebäuden, Bunkern und Feldbefestigungen eingesetzt werden.

Nutzer

Ägypten | Algerien | Bahrain | Bosnien und Herzegowina | Botswana | Brasilien | Deutschland | Estland | Frankreich | Gabun | Griechenland | Indien | Indonesien | Irak | Italien | Jordanien | Kamerun | Kenia | Marokko | Mazedonien | Mexico | Oman | Portugal | Saudi Arabien | Senegal | Singapur | Südafrika | Türkei | Tunesien | Ukraine | Uruguay | Vereinigte Arabische Emirate

Angriffsarten

Im Direct-Attack Modus fliegt die Rakete direkt auf das Ziel zu. Dieser Modus wird zur Bekämpfung von Gebäuden, Bunkern, Waffenbesatzungen und Ansammlungen feindlicher Truppen eingesetzt. In diesem Modus können auch niedrig fliegende oder schwebende Hubschrauber bekämpft werden.

Der Top-Attack Modus wird zur Bekämpfung von Panzern und anderen gepanzerten Fahrzeugen eingesetzt. Nach dem Abschuss steigt die Rakete nach oben und stürzt dann auf das Ziel zu. Diese Methode eignet sich sehr gut zur Zerstörung von Kampfpanzern, da die meisten von ihnen nur einen minimalen Panzerschutz im oberen Teil des Turms aufweisen.

Zur Abwehr sieht man zunehmend Panzer mit (improvisierten) Stahlkäfigen über dem Turm, die einen Top-Attack Angriff abwehren sollen.

Reaktivpanzerung

T-80 BWM

Eine Reaktivpanzerung (explosive reaktive Panzerung; explosive reactive armour) stellt eine besondere Methode dar, Panzerfahrzeuge vor Beschuss zu schützen.

Die ersten Experimente mit Reaktivpanzerung wurden 1949 in der Sowjetunion durchgeführt. Aufgrund eines Unfalles und der vorherrschenden Meinung, dass Panzerfahrzeuge gut genug geschützt seien, wurde die Forschung jedoch eingestellt und erst in den 1980er-Jahren wieder aufgenommen.

Eine Reaktivpanzerung wird in Form von Kacheln auf dem Panzerfahrzeug angebracht. Die Kacheln bestehen aus einer Schicht Sprengstoff, die wiederum mit einer Metallplatte abgedeckt ist. Trifft ein Projektil auf diese Reaktivpanzerung, explodiert die Sprengstoffschicht und schleudert die Metallplatte dem Projektil entgegen.

Wichtig für eine gute Schutzwirkung ist die Abgrenzung der Kacheln zueinander, so dass bei Beschuss nur die direkt betroffenen Kacheln explodieren. Bis die entsprechenden Kacheln ersetzt sind, ist das betroffene Areal lediglich durch die passive Panzerung geschützt.

Insbesondere Hohlladungen lassen sich mit einer Reaktivpanzerung gut abwehren. Deswegen wurden sogenannte Tandemhohlladungen entwickelt, um auch Reaktivpanzerung durchdringen zu können.

Nachteil der Reaktivpanzerung ist die Wirkung auf eigene Soldaten (Infanterie) in der Nähe des Panzerfahrzeuges, die durch die Reaktivpanzerung gegebenenfalls stärker gefährdet sind als durch den Beschuss.

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