Lexikon

Bevölkerungsschutz

Katastrophenschutz

Katastrophenschutz (KatS) sind alle Maßnahmen, um Leben, Gesundheit oder die Umwelt in oder vor der Entstehung einer Katastrophe zu schützen. Die Maßnahmen des Katastrophen- und Zivilschutzes, werden unter dem Begriff Bevölkerungsschutz zusammengefasst.

Neben Einsätzen und Hilfeleistungen, also der Abwehr von Schäden im Katastrophenfall sowie die Beseitigung von Katastrophenschäden, gehören auch vorbereitende Maßnahmen.

Das Ende des Kalten Krieges führte in den frühen 1990er-Jahren zu einem starken Abbau des Katastrophen- und Zivilschutzes in Deutschland, da man die Notwendigkeit nicht mehr sah. Die einheitlichen Vorgaben für den Katastrophenschutz aufgegeben und den Bundesländern überlassen. Im Zuge dessen entwickelte sich der Katastrophenschutz lokal meist zurück, er wurde als unnötig angesehen. Ein großer Einschnitt war die Aufgabe des bundesweiten Zivilschutz-Sirenennetzes 1993 mit Abbau von 40.000 Sirenen (siehe auch Warnung) und Schließung der Warnämter.

Nach den Terroranschlägen in den Vereinigten Staaten am 9. September 2001 und den grenzüberschreitenden Hochwasserereignissen um die Jahrtausendwende (Oderhochwasser 1997, Elbehochwasser 2002) begann sich diese Entwicklung umzukehren. Katastrophenschutz wurde wieder in größerem Zusammenhang gesehen, diesmal losgelöst vom militärischen Aspekt.

Im Falle eines Angriffs auf die Bundesrepublik Deutschland oder einer entsprechenden unmittelbaren Bedrohung (Verteidigungsfall) ist der Bund nach Artikel 73 des Grundgesetzes für den Schutz der Zivilbevölkerung (Zivilschutz) zuständig und als Teilbereich der Zivilverteidigung dem Bundesministerium des Innern zugeordnet.

Gliederung des Katastrophenschutzes

  • Brandschutz und Technische Hilfe
  • ABC-Schutz
  • Bergung und technischer Dienst (vom THW getragen)
  • Sanitätswesen (mit medizinischer Task Force als Kernelement)
  • Veterinärwesen
  • Betreuung (vorübergehende Unterbringung und soziale Betreuung)
  • Informations- und Kommunikationstechnik (Fernmeldezug mit landesweiter Zuständigkeit)
  • Versorgung (vor allem Verpflegung)
  • Wasserrettung (insbesondere bei Hochwasserlagen)
  • Psychosoziale Notfallversorgung

Öffentliche Einrichtungen

Lücken in der Katastrophenvorsorge

Nach dem Elbehochwasser 2002 wurden in der Bundesrepublik die Vorsorgemaßnahmen im Katastrophenschutz kritisch untersucht. Fehlende Kommunikationsmittel, uneinheitliche Führungsstrukturen und zu geringe Kapazitäten in der medizinischen Notfallversorgung wurden nun anders bewertet.

Der dritte Gefahrenbericht der Schutzkommission beim Bundesminister des Innern von 2006 benennt massive Lücken in der Katastrophenvorsorge. Die fünf wichtigsten Lücken lägen demnach in den Bereichen Mobilisierung der Selbsthilfepotenziale in der Bevölkerung, Schutz kritischer Infrastrukturen, Alarmierung und fortdauernde Unterrichtung der Bevölkerung, Organisationen, Versorgung und Nachsorge im medizinischen Bereichen, allgemeine institutionelle Organisation der Notfallversorgung sowie die Versorgung mit Lebensmitteln und Trinkwasser.

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