Lexikon

Windjammer

Carl Vinnen

Carl Vinnen

Geschichte

Die Carl Vinnen befand sich Jahre hindurch in der La-Plata-Fahrt und verholte bei Ausbruch des zweiten Weltkrieges nach Spanien, wo der Segler für die Dauer des Krieges liegen blieb. Die Reederei wollte das Schiff - es war der letzte ihr noch verbliebenen Segler - durch den Krieg hindurchretten.

1945 erhoben aber die Alliierten Anspruch auf den Fünfmaster. Die Engländer brachten ihn als Prise nach Gibraltar, wo er praktisch ohne Verwendung herumlag, bis der deutsche Reeder Schliewen, der die Pamir und Passat als Segelschulschiff wieder in Fahrt gebracht hatte, auch die Carl Vinnen von den Engländern kaufte, um sie in seine neue Schulschiff-Flotte einzureihen.

Im September 1952 kam der Fünfmaster im Schlepp nach Hamburg. Infolge finanzieller Schwierigkeiten seines neuen Eigners kam der Segler im Mai 1953 im Hamburger Hafen zur Versteigerung und ging für 67.500 € in den Besitz des schwedischen Reeders Glücksmann aus Göteborg über. Dort war er nur noch kurze Zeit in Fahrt.

Schiffsdaten
Bauwerft:Friedrich Krupp Germaniawerft
Kiel (DE)
Baunummer:422
Stapellauf:??.??.1922
Indienststellung:
Verwendung:Frachtsegeler
Eigner:Reederei Glücksmann
Heimathafen:Göteborg
Nation:Schweden
Besatzung
Stammbesatzung:45
Schiffsmaße
Länge über alles:97,30 m
Breite:13,45 m
Tiefgang:  5,63 m
Wasserverdrängung:3.750 t
Takelung und Rigg
Takelung:Rahschoner
(Vinnen-Takelung)
Anzahl Masten:5
Höhe über KWL:
Anzahl Segel:20
Segelfläche:2.320 m²
Maschinenanlage
Maschine:1 x 4-Zyl. Dieselmotor
Leistung:257 kw (350 PS)
Geschwindigkeit
unter Motor:
unter Segeln:7,0 kn (13,0 km/h)

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