Lexikon

Maritimes

Frachtsegelschiff 'Pamir'

Pamir

Geschichte

Die 'Pamir' war eine 1905 für die Hamburger Reederei F. Laeisz gebaute Viermastbark. Sie gehörte zu den wegen ihrer Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit berühmten 'Flying P-Linern' und wurde daher traditionsgemäß auf einen mit 'P' beginnenden Namen getauft, auf den des zentralasiatischen Pamir-Gebirges.

Sie war die kleinste und stabilste der letzten acht für F. Laeisz gebauten Viermastbarken, die wegen ihrer ähnlichen Baupläne "Die acht Schwestern" genannt wurden, jedoch großenteils keine Schwesterschiffe im engeren Sinne waren.

In den Jahren 1905 bis 1906 absolvierte sie zwei Fahrten von Lizard Point nach Valparaiso in 70 bzw. 64 Tagen. Neun Jahre lang wurde die 'Pamir' auf Salpeterfahrten nach Nord-Chile (Südamerika) eingesetzt, auf denen sie den damals wichtigen Chilesalpeter - Düngemittel und Grundstoff für die Munitionsherstellung - nach Europa transportierte. In dieser Zeit umrundete sie achtzehnmal das wegen seiner extremen Wetterbedingungen gefürchtete Kap Hoorn.

1932 gewann sie die so genannte Weizenregatta, eine Wettfahrt von Großseglern auf Frachtfahrt von Australien nach Europa. 1949 umrundete die 'Pamir' als letzter Windjammer ohne Hilfsmotor Kap Hoorn auf Frachtfahrt.

Im Jahr 1947 war die 'Pamir' im Hafen von Sydney als ältestes Schiff das Flaggschiff der Regatta, die zum 111. Geburtstag des australischen Bundesstaates New South Wales veranstaltet wurde.

Im Dezember 1950 wurde die 'Pamir' ebenso wie die bauähnliche 'Passat', die die letzte Wettfahrt für sich hatte entscheiden können, an belgische Abwracker (Werft Van Loo, Antwerpen) verkauft.

Zur gleichen Zeit warb vor allem Kapitän Helmut Grubbe dafür, wieder Segelschulschiffe einzusetzen. Er konnte den Lübecker Reeder Heinz Schliewen für die Idee gewinnen, die traditionsreichen Großsegler 'Pamir' und 'Passat' zu erhalten und auf ihnen zugleich angehende Schiffsoffiziere auszubilden. Schliewen kaufte die beiden Schiffe am 1. Juni 1951 von den belgischen Abwrackern und holte sie nach Kiel, wo sie am 25. September eintrafen.

Inzwischen hatten sich 40 deutsche Reeder zu einem Konsortium zusammengefunden, das auch weiterhin die Ausbildung auf Segelschiffen ermöglichen wollte und daher als 'Stiftung Pamir und Passat' im Dezember 1954 beide Schiffe erwarb. Diese Ausbildung wurde zum Teil über die 'Frachten-Treuhand-Gesellschaft' mit Getreidekäufen für Deutschland finanziert. Partner auf argentinischer Seite war die 'Agencia Marítima Sudocean'.

Die sechste Reise der 'Pamir' führte ab dem 1. Juni 1957 unter Ballast wieder nach Buenos Aires. 1957 entstanden die letzten Filmaufnahmen der 'Pamir' von Bord des norwegischen Segelschulschiffes 'Christian Radich' bei den Dreharbeiten zum Cinemiracle-Film Windjammer.

Schiffsdaten
Bauwerft:Blohm & Voss
Hamburg
Baunummer:180
Kiellegung:-
Stapellauf:29.07.1905
Indienststellung:18.10.1905
Verbleib:21.09.1957 gesunken
Eigner:Stiftung Pamir und Passat
Heimathafen:Lübeck
Besatzung
Stammbesatzung:25-35
Kadetten:85
Schiffsmaße
Länge über alles:114,50 m
Breite:14,14 m
Tiefgang:  7,26 m
Wasserverdrängung:3.101 t
Takelung und Rigg
Takelung:Viermastbark
Höhe über KWL:51,20 m
Anzahl Segel:32
Segelfläche:3.600 m²
Maschinenanlage
Maschine:6 Zyl. Krupp-Diesel
(ab 1951)
Leistung:662 kw (900 PS)
Geschwindigkeit
unter Motor:  6,5 kn (12 km/h)
unter Segeln:16,0 kn (30 km/h)

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