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Spezialeinheiten

75th Ranger Regiment

Das 75th Ranger Regiment (75th RGR RGT) ist die führende leichte Infanterieeinheit der amerikanischen Armee (US Army).

Nicht zu verwechseln mit dem 75th Infantry Regiment oder 75th Infantry Regiment.

Geschichte

Die Geschichte der amerikanischen Ranger reicht bis in den Amerikanischen Revolutionskrieg zurück. 1756 rekrutierte Robert Rogers neun Ranger-Kompanien für den Kampf im Franzosen- und Indianerkrieg. Sie wurden als 'Rogers Rangers' bekannt. Das 75th Ranger Regiment geht auf diese von Rogers organisierten Schützenkompanien zurück, die Langstreckenangriffe gegen französische Truppen und ihre indianischen Verbündeten unternahmen und maßgeblich an der Einnahme von Fort Detroit beteiligt waren.

Am 8. Dezember 1941 traten die Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg ein, einen Tag nachdem Pearl Harbor von Japan angegriffen worden war. Zu dieser Zeit wurde Major William Orlando Darby zum Dienst in Belfast (Nordirland) eingeteilt und mit der Leitung einer neuen Einheit beauftragt. General George C. Marshall, Stabschef der US-Armee, plante eine Eliteeinheit von fünfzig Männern, die freiwillig aus der 34th Infantry Division ausgewählt werden sollten. Am 8. Juni 1942 wurde Darby offiziell zum Chef des 1st Ranger Battalion ernannt.

Angesichts des Erfolgs des 1st Ranger Battalion während der Einsätze in Afrika, beantragte Darby die Ranger zu einem vollständigen Regiment auszubauen. Diesem Antrag wurde stattgegeben. Das 2nd, 3rd, 4th, 5th und 6th Ranger Battalion wurde kurz darauf genehmigt, aufgestellt und von erfahrenen Offizieren und Unteroffizieren des 1st Ranger Battalion in Camp Forrest (Tennessee, USA) ausgebildet. Im Juni 1943 waren alle Bataillone voll einsatzfähig.

Nachdem die drei Ranger-Bataillone 1st, 3rd und 4th am 30. Januar 1944 beim Kampf um Cisterna (Italien) hohe Verluste erlitten hatten, bedeutete dies ihr Ende. Die verbleibenden 400 Ranger wurden auf das 504th Parachute Infantry Regiment verteilt. Am 26. Oktober 1944 wurden die drei Bataillone in Camp Butner (North Carolina, USA) offiziell außer Dienst gestellt. Die noch existierenden Ranger-Bataillone 2nd, 5th und 6th wurden am Ende des Zweiten Weltkriegs aufgelöst und deaktiviert. Es wurde aber ein Ranger-Ausbildungsprogramm eingerichtet, an dem nur ranghohe Unteroffiziere und Offiziere teilnehmen konnten.

Statt in Bataillone organisiert, waren die Ranger-Einheiten im Korea- und Vietnamkrieg eher Sondereinheiten in Kompaniegröße, die konventionellen Einheiten (Armee oder Divisionen) angegliedert waren.

Der Ausbruch der Feindseligkeiten in Korea im Juni 1950 machte den Bedarf an Ranger deutlich. Unter der Führung von Second Lieutenant Ralph Puckett wurde im August 1950 die 8th Army Ranger Company (8213th Army Unit) aufgestellt. Sie diente als Vorbild für die übrigen Ranger-Einheiten. Die nächsten vier Kompanien (1st, 2nd, 3rd, 4th) wurden am 28. Oktober 1950 aufgestellt. Nachdem diese ihre Ausbildung begonnen hatten, wurden sie am 20. November 1950 durch drei weitere Kompanien (5th, 6th, 7th) ergänzt. Die 3rd und 7th Ranger Company wurden mit der Ausbildung neuer Ranger beauftragt. Die Kompanien wurden laufend anderen Einheiten zugteilt und bestanden durchschnittlich aus 125 Soldaten. Ihre Aufgaben waren Aufklärungsarbeit an der Front, Patrouillen, Überfälle und Hinterhalte, sowie Angriffe um verlorene Stellungen zurückzuerobern. Im Verlauf des Koreakriegs wurden 100 Ranger im Kampf getötet und 296 verwundet. Wie im Zweiten Weltkrieg, wurden die Ranger nach dem Koreakrieg aufgelöst und deaktiviert.

Die Geschichte der Ranger-Einheiten die während des Vietnamkrieges eingesetzt wurden, beschränkt sich auf die Zeit, als der Vietnamkrieg auslief. Am 1. Februar 1969 benannte das Department of the Army die LRP-Kompanien (Long Range Patrol) zu Ranger-Kompanien um und ordnete sie dem 75th Infantry Regiment zu. Die um geflaggten Kompanien waren das V Corps Rangers (Fort Hood, Texas, USA) und VII Corps Rangers (Fort Lewis, Washington, USA). Nachdem die Stammeinheiten zwischen November 1969 (beginnend mit der O Company, 3rd Brigade, 82nd Airborne Division) und dem 15. August 1972 (endend mit der H Company, 1st Cavalry Division) aus Vietnam abgezogen worden waren, wurden die Ranger-Kompanien deaktiviert. Im Jahr 1974 wurden ihre Farben und ihre Abstammung jedoch an die neu gebildeten Ranger-Bataillone weitergegeben.

Im Januar 1974 ordnete General Creighton Abrams, Stabschef der Armee, die Aufstellung eines Ranger-Bataillons an. General Kenneth C. Leuer wurde mit der Aktivierung, Organisation, Ausbildung und Führung der ersten Ranger-Einheit in Bataillonsgröße seit dem Zweiten Weltkrieg beauftragt. Das 1st Ranger Battalion wurde aktiviert und am 1. Juli 1974 mit dem Fallschirm in Fort Stewart (Georgia, USA) abgesetzt. Das 2nd Battalion wurde am 1. Oktober 1974 in Fort Lewis (Washington, USA) und das 3rd Battalion am 3. Oktober 1984 in Fort Benning (Georgia, USA) in Dienst gestellt. Das 75th Ranger Regiment wurde offiziell im Februar 1986 aufgestellt.

Diese modernen Ranger-Einheiten wurden erstmals 1980 eingesetzt, als Soldaten des 1st Ranger Battalion an der Operation Eagle Claw (Rettungsmission von 52 amerikanischen Botschaftsangehörigen in Teheran am 24. April 1980) teilnahmen. Im Jahr 1983 nahmen das 1st und 2nd Ranger Battalion an der Operation Urgent Fury teil, bei der ein gefährlicher Fallschirmabsprung im Tiefflug durchgeführt wurde, um den Flugplatz Point Salines einzunehmen und amerikanische Bürger auf dem True Blue Medical Campus in Grenada zu retten.

Aufgrund von Vielseitigkeit, Flexibilität, Schnelligkeit und Fähigkeiten, ist das 75th RGR RGT sowohl bei militärischen Operationen als auch im Antiterrorkampf einsetzbar. Dabei arbeitet es mit anderen Spezialeinheiten eng zusammen (z.B. Delta Force, Navy SEALs, Special Forces). Es ist eine der am häufigsten eingesetzten Einheiten der US Army. Am 17. Dezember 2021 verzeichnete die Einheit 7.000 aufeinanderfolgende Tage im Kampeinsatz.

Bis heute haben die Ranger sechs 'Presidential Unit Citations' (PUC; höchste Auszeichnung die einen Truppenteil verliehen werden kann; außerordentlicher Heldenmut im Kampf gegen einen bewaffneten Feind), neun 'Valorous Unit Awards' (VUA; zweithöchste Auszeichnung die einen Truppenteil verliehen werden kann; außerordentlicher Heldenmut im Kampf gegen einen bewaffneten Feind) und vier 'Meritorious Unit Commendation' (MUC; Auszeichnung der mittleren Ebene; außergewöhnlich verdienstvolles Verhalten bei der Erbringung herausragender Leistungen oder Dienste im Kampf oder außerhalb des Kampfes) erhalten.

Organisation

Das Hauptquartier der Einheit befindet sich in Fort Benning (Georgia, USA). Zusammen mit den Special Forces (USASFC) und dem 160th Special Operations Aviation Regiment (160th SOAR), bildet das 75th RGR RGT die operative Komponente des USASOC (US Army Special Operations Command).

Name: Regimental Headquarters
Hauptquartier:Fort Benning, Georgia, USA
Struktur:• HHC (Headquarters and Headquarters Company)
• Regimental Military Intelligence Battalion
   • Military Intelligence Company
   • Cyber Electro Magnetic Activities Company
• Regimental Special Troops Battalion
   • Regimental Reconnaissance Company
   • Communications Company
   • Military Intelligence Company
Name:1st Ranger Battalion, 75th RGR RGT
Hauptquartier:Hunter Army Airfield, Georgia, USA
Struktur:• HHC (Headquarters and Headquarters Company)
• Alpha Company (Rifle)
• Bravo Company (Rifle)
• Charlie Company (Rifle)
• Delta Company (Rifle)
• Echo Company (Support)
Name:2nd Battalion, 75th RGR RGT
Hauptquartier:Joint Base Lewis-McChord (JBLM), Washington, USA
Struktur:• HHC (Headquarters and Headquarters Company)
• Alpha Company (Rifle)
• Bravo Company (Rifle)
• Charlie Company (Rifle)
• Delta Company (Rifle)
• Echo Company (Support
Name:3rd Battalion, 75th RGR RGT
Hauptquartier:Fort Benning, Georgia, USA
Struktur:• HHC (Headquarters and Headquarters Company)
• Alpha Company (Rifle)
• Bravo Company (Rifle)
• Charlie Company (Rifle)
• Delta Company (Rifle)
• Echo Company (Support

Aufgabe

Das 75th RGR RGT führt in erster Linie direkte Angriffe in feindlichen oder sensiblen Umgebungen durch, wobei es häufig hochwertige Ziele neutralisiert oder gefangen nimmt. Zu den weiteren Aufgaben gehören die Einnahme und Sicherung von Flugplätzen, Spezialaufklärung, die Bergung von Soldaten hinter den feindlichen Linien, die verdeckte Einschleusung und Erkundung von Zielen.

Das Regiment kann ein Bataillon innerhalb von achtzehn Stunden nach der Alarmierung einsetzen.

Einsätze

1942

Am 19. August kämpften fünfzig Soldaten des 1st Ranger Battalion an der Seite kanadischer und britischer Kommandotruppen bei dem unglücklichen Überfall von Dieppe an der Küste des besetzten Frankreichs. Dabei wurden drei Ranger getötet und mehrere gefangen genommen. Der erste amerikanische Soldat, der im Zweiten Weltkrieg in Europa getötet wurde, Leutnant E. V. Loustalot, war Teil dieses Angriffs. Während des Einsatzes übernahm er das Kommando, nachdem der britische Hauptmann, der den Angriff leitete, getötet wurde. Loustalot kletterte mit seinen Männern eine steile Klippe hinauf, wurde dreimal getroffen und schließlich beim Versuch das Maschinengewehrnest auf der Spitze der Klippe zu erreichen, vom feindlichen Kreuzfeuer niedergestreckt.

1942

Im November kam das gesamte 1st Ranger Battalion bei der Landung in Arzew (Algerien) zum ersten Mal zum Einsatz. Das Bataillon wurde in zwei Gruppen aufgeteilt, in der Hoffnung die französischen Vichy-Batterien und Befestigungen erfolgreich einzunehmen, bevor die Verteidiger reagieren könnten. Die Operation war erfolgreich und die Einheit hatte nur minimale Verluste zu beklagen.

1943

Am 11. Februar wurde das 1st Ranger Battalion eingesetzt, um ein italienisches Lager in Sened Gare (Tunesien) anzugreifen. In der Nacht schlichen sich die Rangers bis auf 46 Meter an den italienischen Vorposten heran und begannen mit dem Angriff. Das Bataillon brauchte nur 20 Minuten, um die Garnison zu überwältigen und sein Ziel zu erreichen. Fünfzig Italiener wurden getötet und zehn weitere gefangen genommen. Das Bataillon selbst erhielt von den Italienern den Spitznamen: 'Schwarzer Tod'.

1943

Die Italiener hielten immer noch den Pass am Djebel El Ank, der sich am äußersten östlichen Rand von El Guettar (Tunesien) befindet. Das 1st Ranger Battalion schloss sich mit Pioniereinheiten des 26th Infantry Regiment zusammen, um die Stellungen am Pass anzugreifen. Der Befehl für sie lautete, sich zu Fuß 19 km durch unwegsames Gelände zu bewegen, um so die feindliche Stellung zu umrunden.

Am 20. März marschierte das 1st Ranger Battalion und die Pioniere des 26th Infantry Regiment mit Mörsern in der Nacht über die Berge. Kurz vor der Morgendämmerung schwärmten die Soldaten von hinten in die feindlichen Verteidigungsstellungen aus und überraschten die Italiener völlig. Die Einnahme von Djebel el Ank und El Guettar ermöglichte es dem II Corps von Generalleutnant George S. Patton, die gegnerischen Truppen in Tunesien anzugreifen.

Das 1st Ranger Battalion erhielt für diesen Einsatz seine erste 'Presidential Unit Citation'.

1943

Das 1st und 4th Ranger Battalion war am 10. Juli die Speerspitze der 1st Division von General Terry Allen, bei der Landung auf Sizilien (Operation Husky). Nach der Landung außerhalb von Gela nahmen die Ranger die Stadt kurz nach Mitternacht ein und wurden im Anschluß nach San Nicola geschickt. Mit Hilfe einer Panzerdivision, nahmen die Ranger die Stadt ein. Obwohl sie unter ständigem Beschuss von feindlichen Artillerie-, Panzer- und Luftstreitkräften standen, gelang es ihnen, ihren Auftrag zu erfüllen.

1943

Nach ihren Erfolgen, erhielten das 1st und 4th Ranger Battalion den Befehl, Butera (eine Festung die am 402 m hohen Rand der Klippe am Strand von Butera liegt) einzunehmen. Im Schutze der Dunkelheit startete am 14. Juli die C Company, 1st Ranger Battalion am Fuß des Berges, auf dessen Gipfel die Festung lag. Auf dem Weg hinauf geriet die Kompanie unter heftiger Beschuss. Dennoch gelang es ihr eine Reihe von Gegner zu töten oder gefangen zu nehmen, so dass die nachrückenden Kompanien ohne große Gegenwehr nach Butera vorrücken konnten und letztendlich einnahmen.

1943

Nach der Landung im Juli auf Sizilien, rückte das 3rd Ranger Battalion in die Gegend von Agrigento vor, wo es durch Campobello, Naro und Favara marschierte und jede Stadt erfolgreich besetzte. Es erhielt den Befehl, sich an die Küste von Porto Empedocle zurückzuziehen. Der Strand selbst war nicht besetzt, aber hoch oben auf den Klippen wurden die Ranger von schweren Maschinengewehren und Kanonen beschossen. Im Laufschritt bahnten sie sich ihren Weg zu jedem Maschinengewehrnest und schalteten den gesamten feindlichen Widerstand aus, noch bevor das unterstützende Infanteriebataillon das Ufer erreichte.

1944

Nach der Weihnachtspause wurden das 1st, 3rd und 4th Ranger Battalion zu einer gemeinsamen Operation zusammengezogen. Ihre Aufgabe war die Besetzung von Cisterna (Italien), bevor die Hauptinfanteriedivision einrückte.

In der Nacht am 30. Januar rückten das 1st und 3rd Ranger Battalion auf Cisterna (Battle of Cisterna) vor und kamen dabei an vielen deutschen Soldaten vorbei, die ihr Vorbeiziehen nicht zu bemerken schienen. Das 4th Ranger Battalion stieß allerdings fast sofort auf Widerstand, da es einen anderen Weg nahm.

Im Laufe der Nacht entfernten sich das 1st und 3rd Ranger Battalion etwa 3,2 km voneinander und als das 1st Ranger Battalion bei Tageslicht auf einem offenen Feld entdeckt wurde, reagierten die Deutschen sofort mit einem Hinterhalt und massiven Beschuss. Völlig umzingelt und unfähig zu entkommen, kämpften die beiden Ranger-Bataillone weiter, bis Munition und Ressourcen erschöpft waren. Das 4th Ranger Battalion versuchte einen Vorstoß zu unternehmen, um die anderen Bataillone zu retten, hatte aber keinen Erfolg und musste sich zurückziehen.

Nach fünf Stunden Kampf besiegten deutsche Panzer und motorisierte Infanterie das 1st und 3rd Ranger Battalion. Von den 760 Soldaten der beiden Bataillone konnten nur sechs entkommen, der Rest wurde getötet oder gefangen genommen. Nach Aufzeichnungen der US Army wurden über 700 Ranger gefangen genommen.

1944

Operation Overlord war der Codename für die Invasion in der Normandie. Die D, E und F Company, 2nd Ranger Battalion bekamen den Befehl, einen strategisch wichtigen deutschen Vorposten auf Pointe du Hoc einzunehmen. Nach Angaben des alliierten Geheimdienstes befanden sich dort mehrere 155-mm-Artilleriegeschütze, mit denen die Landungszone 'Omaha' beschossen und so zur Todesfalle für die Landungstruppen des V. Corps, das aus der 1st Infantry Division (The Big Red One) und Truppen der 29th Infantry Division (Blue And Grey Division) bestand, werden konnte.

Der Plan sah vor, dass die drei Kompanien mit Landungsbooten am Fuße der Klippen angelandet werden, diese unter feindlichem Beschuss mit Hilfe von Seilen, Leitern und Greifern erklimmen und den Feind auf der Spitze angreifen sollten. Die Einnahme der Stellungen sollte vor der eigentlichen Landung der Haupttruppen an 'Omaha' geschehen. Die Rangers trainierten diesen Angriff auf der Isle of Wight unter der Leitung britischer Kommandotruppen.

In der Nacht vom 5. auf den 6. Juni überquerten fast 160.000 Soldaten mit mehr als 5.000 Schiffen den Ärmelkanal. In den frühen Morgenstunden des 6. Juni (D-Day) begann die Operation mit schweren Luftangriff (ca. 1.200 Flugzeugen) auf die Küste und die Befestigungen der deutschen Truppen.

Gleichzeitig sprangen die amerikanische 82nd Airborne Division (All American oder America’s Guard of Honor) und 101st Airborne Division (Screaming Eagles) in einem Kampfabwurf auf der Halbinsel Cotentin westlich der Landungszone 'Utah' ab, um den Brückenkopf abzusichern. Die britische 6th Airborne Division hatte den Auftrag, die Brücken über den Kanal von Caen und den Fluss Orne zu erobern und das 4th SAS Battalion mit 538 Mann hatte Ziele in der Bretagne.

Die Ranger wurden in zehn Landungsbooten transportiert, zwei weitere transportierten Nachschub und vier DUKW (dreiachsiges Amphibienfahrzeug mit Allradantrieb), die die von der Londoner Feuerwehr beschafften 30-Meter-Leitern trugen. Ein Landungsboot mit Soldaten sank, wobei bis auf einen alle Insassen ertranken, ein weiteres wurde überflutet. Auch ein Versorgungsschiff sank und das andere warf Vorräte über Bord, um sich über Wasser zu halten. Das deutsche Feuer versenkte einen der DUKWs. Sobald sie sich der Küste bis auf eine Meile genähert hatten, wurden die anderen Landungsfahrzeuge von deutschen Mörsern und Maschinengewehren unter Beschuss genommen.

Der massive Beschuss und der hohe Wellengang aufgrund des schlechten Wetters die Tage zuvor, führten zu einer 40-minütigen Verspätung. Erst um 7.10 Uhr erreichten die britischen Landungsboote mit den Ranger - etwa der Hälfte der Ausgangsstärke - den Fuß von Pointe du Hoc. Die Klippen erwiesen sich höher als die mitgebrachten Leitern. Aber die Landungsboote waren mit Raketenwerfern ausgestattet, mit denen Enterhaken hoch auf den Klippenrand geschossen wurden und die Ranger an den Seilen hochklettern konnten. Während dessen erhielten sie von den alliierten Schiffen USS Texas (BB-35), USS Satterlee (DD-626), USS Ellyson (DD-454) und HMS Talybont (L18) Feuerschutz, so dass die deutschen Soldaten nicht von oben auf die Ranger schießen konnten.

Die ursprünglichen Pläne sahen auch eine zusätzliche und größre Ranger-Truppe von acht Kompanien vor (A und B Company, 2nd Ranger Battalion und das gesamte 5th Ranger Battalion), die dem ersten Angriff folgen sollte, wenn er erfolgreich war. Leuchtraketen sollten der zweiten Welle signalisieren, der ersten Welle zu folgen, aber wegen der verspäteten Landung kam das Signal zu spät und die zweite Welle wurde nach 'Omaha' umgeleitet. Es wird vermutet, dass diese mehr als 500 Ranger ein zusätzlicher Impuls für die ins Stocken geratene Landung an 'Omaha' waren. Denn sie trugen den Angriff über den Strand hinaus auf die gegenüberliegenden Klippen und schafften es mit ihren unkonventionellen Methoden Brechen in die deutschen Verteidigungsanlagen zu schlagen.

1944

Das 6th Ranger Battalion sollte die Invasion der Philippinen anführen. Das Bataillon verließ Finchhaven (New Guinea) am 10. Oktober 1944 in Richtung Leyte (Philippinen). Es sollte die Inseln Dinagat, Homonhon und Suluan sichern, die am Eingang zum Golf von Leyte liegen. Es wurde befürchtet, das von den Inseln die Landungsoperationen der 6th Army gestört werden könnte, wenn sie in japanischer Hand geblieben wären. Nach anfänglichen Verzögerungen aufgrund schlechten Wetters wurde die Operation am 18. Oktober durchgeführt und war erfolgreich. Die Soldaten des 6th Ranger Battalion auf Dinagat hissten die erste amerikanische Flagge auf philippinischem Boden.

1944

Am 7. Dezember erhielten zwei Kompanien des 2nd Ranger Battalion den Befehl, den Hügel 400 im Hürtgenwald (Battle of the Hurtgen Forest), der zwischen Bergstein und der Rur liegt (Nordwesten Deutschlands), anzugreifen. Die vier Divisionen der 1st Army hatten erfolglos versucht, diese beherrschende Stellung einzunehmen.

Die Ranger überraschten die Deutschen, aber schon früh in der Schlacht wurden die kommandierenden Offiziere jeder Kompanie verwundet oder gefangen genommen und die Ranger waren bald zehn zu eins in der Unterzahl. Second Lieutenant Leonard G. "Bud" Lomell übernahm daraufhin das Kommando und vertrat die gesamte Kommandostruktur auf dem Kamm des Hügels. Er griff persönlich ein deutsches Waffenlager auf der gerade eroberten Hügelkuppe an und zwang den überlebenden deutschen Soldaten zur Kapitulation.

Bevor der Tag zu Ende ging, griffen die Deutschen fünfmal an. Da Lomell aber kühn Zwei-Mann-Aufklärungspatrouillen ausgeschickt hatte, wusste er von den feindlichen Sammelplätzen bergab und konnte jedem Vorstoß mit den wenigen Kräften die er hatte, entsprechend begegnen. Um 16.00 Uhr waren nur noch fünfundzwanzig Mann übrig, aber mit präziser Artillerieunterstützung hielten Lomell und die anderen vierundzwanzig lange genug durch, bis die Verstärkung eintraf und die Ranger ablöste.

1945

Im Januar führte eine Kompanie des 6th Ranger Battalion auf der Insel Luzon den Überfall auf Cabanatuan durch. Die Ranger drangen 47 km hinter die feindlichen Linien vor, wobei sie auf dem Bauch eine 1,6 km über ein offenes Feld krochen. Bei ihrem letzten Angriff vernichteten die Ranger eine Garnison japanischer Soldaten, die doppelt so groß war wie sie selbst und retteten 500 Kriegsgefangene.

1945

Ende Mai bildete die 6th Army eine Task Force, die sich an der Nordspitze der Insel Luzon zusammentun sollte, um die Stadt Aparri auf der Ostseite des Flusses Cagayan einzunehmen, den Flugplatz südlich von Aparri zu besetzen und dann nach Süden weiterzuziehen. Dort sollte sich die Task Force mit der 37th Division treffen, die das Tal nach Norden hinaufzog. Auf diese Weise könnten die japanischen Streitkräfte geteilt werden, wenn die Einheiten die Straße nach Norden und Süden kontrollierten. Die 6th Army forderte eine Kompanie Ranger an, die sich der Task Force anschließen und den Angriff auf Aparri anführen sollte.

Am 1. Juni verschanzte sich die B Company, 6th Ranger Battalion auf der Westseite des Flusses und wartete auf den Angriff. Nachdem am 21. Juni Artillerie und PT-Boote die Stadt Aparri angegriffen hatten, überquerten sie den Fluss, sicherten die Stadt, rückten nach Süden vor und nahmen den Flugplatz ein, kurz bevor die 11th Airborne Division landete. Die Ranger marschierten dann weiter nach Süden, bis sie mit Teilen der 37th Division in Kontakt kamen. Die B Company wurde dann abgelöst und flog zurück nach San Fernando (Kalifornien, USA).

1950 bis 1953

Die 1st zerstörte das Hauptquartier der 12th North Korean Division in einem gewagten Nachtangriff, 2nd und 4th führten einen Kampfabwurf in der Nähe von Munsan durch, 2nd schloss die Lücke, die durch den Rückzug der alliierten Streitkräfte entstanden war und 4th trug dazu bei, die chinesische Offensive der fünften Phase zu stoppen.

1969 bis 1972

Im Februar 1969 wurden die Long Range Patrol (LRP) Einheiten zu Ranger-Kompanien um und ordnete sie dem 75th Infantry Regiment zu. Nachdem die Stammeinheiten zwischen November 1969 und dem 15. August 1972 aus Vietnam abgezogen worden waren, wurden die Ranger-Kompanien deaktiviert.

1983

Am 25. Oktober bestiegen Soldaten des 1st und 2nd Ranger Battalion, der Special Forces, der Navy SEALs und der neu aufgestellten Delta Force Hubschrauber des 160th Special Operations Aviation Regiment (160th SOAR) und nahmen bei der Invasion des karibischen Inselstaates Grenada (Operation Urgent Fury) teil. Ziel war es, Fort Rupert wo der Anführer des Revolutionären Rates vermutet wurde und das Gefängnis Richmond Hill in dem politische Gefangene festgehalten wurden, einzunehmen.

Beim Angriff auf das Gefängnis Richmond Hill fehlten allerdings wichtige Informationen, so dass die Einheiten nicht wussten, dass mehrere Flugabwehrkanonen vorhanden waren und das steile, hügelige Gelände keinen Platz für eine Hubschrauberlandung bot. Der Beschuss durch die Flugabwehr verwundete Besatzungsmitglieder und Soldaten der Spezialeinheiten. Ein MH-60 'Black Hawk' wurde so schwer getroffen, dass er eine Notlandung machen musste und ein anderer Hubschrauber neben ihm landete, um die Verletzten zu schützen. Ein Pilot kam ums Leben und die Soldaten der Delta Force mussten von einem S-61 'Sea King' der US Navy ausgeflogen werden. Es gelang dennoch mehrere Führer der Revolutionären Volksregierung gefangen zu nehmen.

Der Einsatz war militärisch erfolgreich, offenbarte aber eklatante Abstimmungsprobleme und Konkurrenzen zwischen den beteiligten Spezialeinheiten (ASOC, JSOC, NAVSOC).

1993

Am 3. Oktober war die B Company, 3rd Battalion zusammen mit der C Squadron, Delta Force im Einsatz, um den Warlord Mohammed Farah Aidid in Mogadishu (Somalia) festzunehmen (Operationen Irene). Im Laufe der Operation wurden zwei MH-60L 'Black Hawk' des 160th Special Operations Aviation Regiment (160th SOAR) mit russischen RPGs abgeschossen. Es entwickelte sich ein bis zum Morgen des 4. Oktober andauerndes Gefecht zwischen den amerikanische Soldaten und somalischen Kämpfern (Battle of Mogadishu), bei dem 18 US Soldaten ums Leben kamen.

2003

Am 24. März führte das 3rd Battalion einen Kampfabwurf während der Operation Iraqi Freedom (Dritte Golfkrieg) auf den Luftwaffenstützpunkt H-1 durch und um so den Standort als Aufmarschgebiet für Operationen im Westirak zu sichern Eine Kompanie von Rangern und 45th Commando, Royal Marines flog von Jordanien aus in den Irak, um die Luftwaffenstützpunkte H-2 und H-3 zu sichern, nachdem diese von amerikanischen, britischen und australischen Spezialeinheiten erobert worden waren.

2003

Am 26. März unterstützte die B Company, 2nd Battalion Soldaten der DEVGRU (ehemals SEAL Team SIX) bei der Razzia im Rahmen von Objective Beaver (Suche nach chemischen und biologischen Waffenvorräten in einem als al-Qadisiyah-Forschungszentrum bekannten Komplex) nördlich von Haditha (Irak).

Während der erste von vier MH-60K 'Black Hawk' des 160th Special Operations Aviation Regiment (160th SOAR) die Ranger in ihre Sperrpositionen brachte, wurde er von einem nahegelegenen Gebäude aus beschossen. Ein AH-6M 'Little Bird' entdeckte das Mündungsfeuer und feuerte eine 2,75-Zoll-Rakete auf die Feuerposition und brachte diese zum Schweigen. Ein zweiter MH-60K 'Black Hawk' wurde getroffen, aber der Bordschütze schaffte es den Beschuss zu unterdrücken.

A-10A 'Thunderbolt II' der US Air Force griffen die nahe gelegene Stromtransformatoren an und deren Ausfall verdunkelte erfolgreich das Gebiet. Da dies jedoch zu einer Reihe von Explosionen und einem daraus resultierenden Feuer an den Stationen führte, wurde der Himmel massiv erhellt und die Hubschrauber der Angriffseinheit für feindliche Schützen sichtbar.

Der Beschuss mit Handfeuerwaffen nahm zu, als die letzten beiden MH-60K 'Black Hawk' ihre Teams absetzen, wodurch ein Ranger verwundet wurde. Die beiden AH-6M 'Little Bird' und MH-60L 'Black Hawk' DAP (Direct Action Penetrators), die die Mission unterstützten, bekämpften die Schützenpositionen während die vier MH-47E 'Chinook' mit der Hauptangriffstruppe der DEVGRU unter schwerem feindlichem Feuer standen. Ein Scharfschützenteam der DEVGRU an Bord eines MH-6M 'Little Bird', nahm Kämpfer und Fahrzeuge unter Beschuss. Dennoch wurde die Besatzung eines MH-47E beim Abheben ihres Hubschraubers unter massiven Beschuss genommen und Teile der Crew verletzt.

Die abgesetzten Soldaten der DEVGRU führten eine eilige SSE (Sensitive Site Exploitation) durch, während die Ranger den Einsatz deckten und den Zugang zum Areal blockierten. Die AH-6M 'Little Bird' und die Scharfschützen bekämpften weiter feindlichen Angreifer, während die MH-60L 'Black Hawk' DAP in die Tiefe vorstießen, um das Eintreffen von Verstärkung zu verhindern. Dabei stießen sie auf Einheiten der paramilitärischen Gruppe Fedayeen Saddam, die sie angriffen und vollständig neutralisierten.

Aufgrund der Größe und der labyrinthartigen Struktur des Gebäudes dauerte die SSE länger als erwartet, so dass der Einsatz erst nach 45 Minuten beendet war. Es wurden allerdings keine Anzeichen für chemischen oder biologischen Waffen an diesem Ort gefunden.

2003

Am 18. Juni starteten Soldaten des 75th RGR RGT und der Delta Force von Mosul (Irak) mit Hubschraubern des 160th Special Operations Aviation Regiment (160th SOAR), um einen Fahrzeugkonvoi von Mitgliedern der Baath-Partei zu stoppen, die über die Grenze nach Syrien flüchteten wollten.

Das JSOC (Joint Special Operations Command) vermutete, dass sich Saddam Hussein im Konvoi befand. Der Konvoi wurde von einer AC-130 'Spectre' angegriffen und zerstört. Im Anschluss führten die Soldaten einen Angriff auf ein nahe gelegenes Gelände durch, das sich als Unterschlupf der Baath-Partei erwies, um ehemalige Regimeangehörige über die Grenze zu schleusen. Die Einsatzkräfte gerieten unter Beschuss von syrischen Grenzsoldaten, was zu einem Feuergefecht führte, bei dem mehrere Syrer getötet und 17 gefangen genommen wurden. Letztendlich war Hussein nicht in dem Konvoi, aber mehrere seiner Cousins.

2005

Am 23. Juli fungierte das 75th RGR RGT in Bagdad (Irak) als Verstärkung für den britischen Special Boat Service (SBS) während der Operation Marlborough (siehe Special Boat Service).

2006

Am 1. Januar stürmten Soldaten des 75th RGR RGT ein abgelegenes Bauernhaus außerhalb Bagdads (Irak); eine von vielen geplanten Razzien in dieser Nacht. Die Operation wäre beinahe nicht gestartet worden, weil einer der Hubschrauber mechanische Probleme hatte. Die Ranger erreichten das Bauernhaus und drangen ein, nahmen mehrere Bewaffnete kampflos gefangen und retteten den britischen freiberuflichen Journalisten Phillip Sands, der eine Woche zuvor entführt worden war.

2006

Im März wurden Soldaten des 75th RGR RGT und der Navy SEALs mit Hubschraubern des 160th Special Operations Aviation Regiment (160th SOAR) von Nord-Waziristan (Pakistan) nach Afghanistan geflogen, um ein Trainingslager der Terrororganisation al-Qaida zu zerstören (angeblich Operation Vigilant Harvest). Dabei neutralisierten sie bis zu 30 islamistische Terroristen, darunter den Kommandanten des Lagers.

2006

Im Juli versuchten zwei MH-47E 'Chinook' des 160th Special Operations Aviation Regiment (160th SOAR), eine kombinierte Einsatzgruppe aus 75th RGR RGT, DEVGRU (ehemals SEAL Team SIX) und afghanischen Kommandotruppen in der Provinz Helmand (Afghanistan) abzusetzen, um einen Bereich von Taliban zu säubern.

Nachdem die ersten Soldaten am Boden waren, gerieten diese in einen Hinterhalt einer großen Taliban-Gruppe. Beide Hubschrauber wurden mit Handfeuerwaffen beschossen. Der Pilot des einen 'Chinook' stellte seine Maschine in die Schusslinie, um den andere zu schützen, während die Soldaten von Bord gingen. Eine Panzerfaust traf den schützenden 'Chinook' und dieser stürzte ab, wobei weder die Piloten noch die Besatzung ernsthaft verletzt wurden.

Der Ranger-Kommandeur und ein angegliedertes australisches Kommando organisierten eine Rundumverteidigung, während der einsatzbereite 'Chinook' die vorrückenden Taliban zurückhielt, bis die Bordwaffen keine Munition mehr hatten. Eine AC-130 'Spectre' (speziell für die Erdkampf- oder Luftnahunterstützung ausgerüstete C-130) schaltete sich in den Kampf ein und verschaffte mit ihrer Feuerkraft der Einsatzgruppe ausreichend Schutz, bis Hubschrauber des britischen Immediate Response Team die Soldaten evakuiert hatten. Die AC-130 zerstörte zum Schluss das Wrack des abgestürzten 'Chinook'.

2008

Im Juni schalteten die Soldaten des 75th RGR RGT ihr vielleicht bekanntestes Ziel aus: Abu Khalaf (zweite Befehlshaber von al-Qaida im Irak). Das Haus, in dem er sich aufhielt, trug den Codenamen Objective Crescent Lake.

Als das Sturmelement der Einheit seine Sprengladungen anbrachte, näherten sich auf dem Dach des Hauses zwei mit AK-47 Sturmgewehren bewaffnete Wachposten, die von einem vierköpfigen Scharfschützenteam des Scharfschützenzuges der Ranger neutralisiert wurden.

Beim Sturm des Hauses nahmen die Ranger in einem Zimmer einen Mann und eine Frau fest. Während sie den Mann festhielten, griff er unter seine Kleidung. Da die Ranger befürchteten, dass er nach einer Waffe griff, neutralisierten sie ihn, woraufhin die Frau auf den Körper des Toten sprang und ebenfalls neutralisiert wurde. Bei der Durchsuchung beider Leichen wurde festgestellt, dass der Mann eine mit Kugellagern gefüllte Selbstmordweste trug, die der Mann und die Frau zu zünden versucht hatten.

Während der Einnahme des Hauses rannte Khalaf mit einer Pistole bewaffnet auf die Straße und wurde von einem Scharfschützenteam erschossen. Während der SSE (Sensitive Site Exploitation) entdeckten die Ranger auch einen Plan für einen Chemiewaffenangriff auf einen Stützpunkt der Koalition.

2008

Aufgrund der gewonnen Informationen im Haus von Abu Khalaf im Juni, waren die Ranger gezwungen, einen zusätzlichen Zug in den Irak zu entsenden, um alle erforderlichen Tag- und Nachteinsätze durchführen zu können (100 innerhalb von drei Monaten).

2010

Am 18. April führte die Iraqi Special Operations Forces (ISOF) mit Unterstützung von US-Truppen eine nächtliche Razzia in einem Unterschlupf von islamistischen Terroristen in der Nähe von Tikrit (Irak) durch. Soldaten der ISOF neutralisierten Abu Ayyub al-Masri und Abu Omar al-Baghdadi, beide Anführer der Terrormiliz Islamischen Staat in Irak und Syrien (ISIS) und es wurden 16 Personen festgenommen. Bei dem Absturz eines UH-60 'Black Hawk', der die Mission unterstützte, wurde ein Unteroffizier des 3rd Battalion getötet und die Besatzung verwundet.

2011

Am 1. Mai wurden der Soldaten des 75th RGR RGT und 24 Soldaten DEVGRU (ehemals SEAL Team SIX) zur Unterstützung der Operation Neptune Spear aktiviert. Mit MH-47E 'Chinook' des 160th Special Operations Aviation Regiment (160th SOAR) flogen sie in ein verlassenes Gebiet, auf etwa zwei Dritteln der Strecke von Jalalabad (Pakistan) nach Abbottabad (Pakistan).

Die MH-47E waren mit 7,62-mm-GAU-17/A Miniguns und GAU-21/B Maschinengewehren (Kaliber .50) ausgerüstet und hatten zusätzlichem Treibstoff für die 'Black Hawk' der Operation Neptune Spear an Bord. Die Aufgabe des 75th RGR RGT war die Sicherung des FARP (Forward arming and refueling point), jegliche Versuche des pakistanischen Militärs die Operation Neptune Spear zu stören zu unterbinden und bei Bedarf sollten beide Einheiten als QRF (Quick Reaction Force) mit MH-47E 'Chinook' nach Abbottabad (Pakistan) verlegt werden.

2015

Im November 2015 entsandte das US-Militär im Rahmen der Post-ISAF-Phase des Afghanistankriegs eine Kompanie Rangers in den Südosten von Afghanistan, um die afghanischen Anti-Terror-Kräfte bei der Zerstörung eines Trainingslagers der Terrororganisation al-Qaida zu unterstützen (Operation Freedom's Sentinel), das mehrere Tage lang heftig umkämpft war.

2017

Im März waren im Rahmen der Operation Inherent Resolve etwa 100 Soldaten des 75th RGR RGT mit 'Stryker' und gepanzerten 'Humvee' in und um Manbij (Syrien) eingesetzt. Ziel dieser Operation war es, Feindseligkeiten gegen den Einsatz der 11th Marine Expeditionary Unit (11th MEU; USMC) zu verhindern, deren Zweck es war, die von den USA unterstützten Kräfte im Kampf um die Befreiung der Stadt Raqqa (Syrien) von der Terrormiliz Islamischen Staat in Irak und Syrien (ISIS) zu unterstützen (insbesondere durch Artillerieunterstützung).

US-Beamte unternahmen den ungewöhnlichen Schritt, öffentlich über den Einsatz der Ranger und ihren Standort zu sprechen (CNN berichtete), um zu verhindern, dass sie versehentlich unter Beschuss von in der Region kämpfenden Kräften oder türkischen, russischen oder syrischen Regierungstruppen geraten.

2017

Am Abend des 26. April führten 50 Soldaten des 3rd Battalion zusammen mit 40 afghanischen Soldaten einer Spezialeinheit eine Razzia in einem Dorf im Bezirk Achin in der Provinz Nangarhar (Afghanistan) durch, die auf das Hauptquartier von Abdul Hasib, dem Emir der Terrormiliz Islamischen Staat in der Provinz Khorasan (ISIS-K), abzielte.

AH-64D 'Apache Longbow', F-16E 'Viper' und eine AC-130 'Spectre' (speziell für die Erdkampf- oder Luftnahunterstützung ausgerüstete C-130) wurden zur Unterstützung der Truppe in das Feuergefecht mit den Kämpferb des ISIL-K gerufen. Das Feuergefecht dauerte drei Stunden und führte dazu, dass zwei Ranger der C und D Company nach der Evakuierung an ihren Verletzungen starben (möglicherweise durch Friendly Fire), ein dritter wurde verwundet. 35 ISIS-K-Kämpfer (darunter Abdul Hasib und eine unbestimmte Anzahl von ISIS-K-Anführern) wurden neutralisiert.

2019

In der Nacht vom 26. auf den 27. Oktober führte das 75th RGR RGT zusammen mit der C Squadron, Delta Force und dem 160th Special Operations Aviation Regiment (160th SOAR) die Operation Kayla Mueller gegen Abu Bakr al-Baghdadi (richtiger Name Ibrahim Awwad Ibrahim Ali al-Badri), dem Anführer der Terrormiliz Islamischen Staat in Irak und Syrien (ISIS), bei Barischa (Syrien) durch. In einem unterirdischen Tunnel ohne Ausgang wurde al-Baghdadi gestellt. Da er nicht mehr entkommen konnte, sprengte er sich und zwei seiner Kinder, die er dorthin mitgenommen hatte, in die Luft. Eine DNA-Analyse bestätigte Stunden später al-Baghdadis Identität.

Wechsel des Baretts

Im Juni 2001 gab der Generalstabschef der Armee den Befehl, schwarze Barette an reguläre Soldaten auszugeben. Zu diesem Zeitpunkt wurden die schwarzen Barette ausschließlich vom Ranger Regiment getragen. Dies sorgte für Unmut innerhalb des 75th RGR RGT und führte sogar dazu, dass pensionierte Ranger auf landesweiten Straßenmärschen nach Washington D.C. zogen, um gegen die Entscheidung zu protestieren.

Da es keine Genehmigung des Präsidenten für das Regiment zum ausschließlichen Tragen des schwarzen Baretts gab, ging man dazu über, ein hellbraunes Barett zu tragen, um ein einzigartiges Erscheinungsbild zu bewahren. Hellbraun erinnert an das Hirschleder, das die Männer der Ranger von Robert Rogers während des Franzosen- und Indianerkrieges trugen.

Im März 2002 wurde ein Memorandum zur Umstellung des Ranger-Baretts von Schwarz auf Hellbraun verschickt und genehmigt. Nachdem der Regimentskommandeur, Colonel P. K. Keen, die Umstellung der Kopfbedeckung offiziell verkündet hatte, wurden landesweit Pressemitteilungen herausgegeben und Artikel darüber veröffentlicht.

Im Oktober 2017 gab die Army G-1 ein Memorandum heraus, in dem Folgendes festgelegt wurde: DAS TRAGEN DES HELLBRAUNEN BARETTS AUSSERHALB DES RANGER-REGIMENTS IST NICHT ERLAUBT. In den Aufgabenbereichen Headquarters Elements of Combatant Commands, The Joint Staff, Department of the Army Headquarters, U.S. Special Operations Command, U.S. Army Special Operations Command, U.S. Special Operations Command Joint Task Force, Theater Special Operations Command, and Joint Special Operations Command ist das Tragen des hellbraunen Baretts erlaubt. Das hellbraune Barett ist für Soldaten mit Ranger-Qualifikation in den oben genannten Verwendungen zulässig, wenn sie zuvor im 75th RGR RGT gedient haben und ehrenhaft aus dem Dienst ausgeschieden sind. Dies wurde im Januar 2021 im DA Pam 670-1 formalisiert.

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