Lexikon

Spezialeinheiten

Special Air Service

Der Special Air Service (SAS) ist eine Spezialeinheit der britischen Armee (British Army). Er gilt als eine der erfahrensten und ältesten existierenden Spezialeinheiten der Welt.

Geschichte

Vorläufer des 'The Regiment', wie der SAS auch genannt wird, war im Juli 1941 während des 2. Weltkriegs das das L Detachment der Special Air Service Brigade unter dem schottischen Lieutenant Colonel David Stirling.

Die Ausbildung erfolgte im ägyptischen Kabrit nahe dem Sueskanal. Die Gruppe erhielt im Oktober 1942 den Namen 1st SAS und damit auch den Status eines eigenständigen Regiments. Bill Stirling, der Bruder von David, begann mit dem Aufbau eines zweiten Regiments, namens 2nd SAS.

Am 1. April 1944 wurden alle bisherigen Einheiten unter dem Namen Special Air Service Regiment zusammengefasst und in das Army Air Corps eingegliedert.

Organisation

Das Verteidigungsministerium äußert sich nicht zu Angelegenheiten der Spezialeinheiten, so dass nur wenige überprüfbare Informationen an die Öffentlichkeit gelangen.

Wie der Special Boat Service (SBS) und das Special Reconnaissance Regiment (SRR), ist der SAS Teil der United Kingdom Special Forces (UKSF).

Der SAS besteht aktuell aus dem 22 SAS Regiment. Das 21 und 23 SAS Regiment dienen als Reserveeinheiten und sind der Army Reserve (AR) zugeordnet. Im Kriegsfall übernehmen sie sogenannte Long Range Reconnaissance Patrols (Fernspäh-Aufklärungseinsätze) hinter den feindlichen Linien und sollen Verluste des Regiments 22 ausgleichen.

Struktur

Das 22 SAS Regiment hat normalerweise eine Stärke von 400 bis 600 Soldaten und besteht aktuell aus vier Squadrons. Jede Squadron besteht aus etwa 65 Mitgliedern, die von einem Major befehligt werden und ist in vier Trupps (jeder Trupp wird von einem Hauptmann befehligt) und eine kleine Hauptquartierabteilung unterteilt.

Headquarter (HQ)
Sabre Squadrons• A Squadron
• B Squadron
• D Squadron
• G Squadron
Formation Readiness Wing (FRW)
Counter Terrorist Wing (CTW)
Ops Cell• Joint Targeting Cell (JTC)
• Cap
• Int

Die Trupps bestehen in der Regel aus 16 Mitgliedern (Mitglieder werden auch als Blade oder Operator bezeichnet) und jede Patrouille innerhalb eines Trupps besteht aus vier Mitgliedern, wobei jedes Mitglied neben den im Laufe seiner Ausbildung erlernten Grundfertigkeiten über eine besondere Fähigkeit (z. B. Kommunikation, Sprengstoff, Sanitätsdienst, Sprache) verfügt.

Die vier Trupps sind auf vier verschiedene Bereiche spezialisiert:

Boat troop
(Bootstrupp)
Spezialisten für maritime Fertigkeiten wie SCUBA (Self Contained Underwater Breathing Apparatus), Fahren mit Kajaks/Kanus und Schlauchbooten mit festem Rumpf. Sie trainieren oft mit dem Special Boat Service (SBS).
Air troop
(Sprungtrupp)
Experten für Fallschirmspringen, einschließlich der Techniken High-Altitude Low-Opening (HALO) und High-Altitude High-Opening (HAHO).
Mobility troop
(Mobilitätstrupp)
Spezialisten für den Einsatz von Fahrzeugen und Experten für den Wüstenkrieg. Sie sind auch in fortgeschrittener Kfz-Mechanik ausgebildet, um jede Fahrzeugpanne vor Ort zu beheben.
Mountain troop
(Gebirgstrupp)
Spezialisten für den Kampf und das Überleben in der Arktis, mit Spezialausrüstung wie Skiern, Schneeschuhen und Bergsteigertechniken.

Die Squadrons vom Regiment 22 sind so organisiert, dass eine Squadron sich zur Terrorismusbekämpfung im Vereinigten Königreich bereithält, eine zweite sich im Einsatz befindet, eine dritte sich auf einen Einsatz vorbereitet und die vierte sich auf eine langfristige Ausbildung in Übersee wie Dschungel- oder Wüstenübungen vorbereitet.

Counter Terrorist Wing

Die Counter Terrorist Wing (CTW) ist die offizielle Bezeichnung für das Anti-Terror-Team des SAS, steht jederzeit zur Verfügung und kann innerhalb kürzester Zeit im Vereinigten Königreich eingesetzt werden.

Diese spezielle Rolle wurde eingeführt, nachdem Premierminister Edward Heath das Verteidigungsministerium gebeten hatte, sich auf mögliche Terroranschläge vorzubereiten, die mit dem Massaker bei den Olympischen Sommerspielen 1972 vergleichbar sind.

Zunächst auf einer 12-monatigen, später auf einer 6-monatigen Rotationsbasis, um sicherzustellen, dass alle Mitglieder in den erforderlichen Techniken regelmäßig ausgebildet werden, übernehmen die Squadrons diese Rolle.

Aufgabe

Zu den Aufgaben zählen das Sammeln von Informationen über den Feind (militärische Aufklärung), Sabotageoperationen hinter feindlichen Linien, das Markieren von Zielen für den Beschuss und Geiselbefreiung im In- und Ausland.

Neben Kriegseinsätzen wird der SAS auch im Antiterrorkampf eingesetzt, vor allem zur Geiselbefreiung, aber auch zur gezielten Neutralisierung von als Staatsfeinden eingestuften Personen (Terroristen).

Der SAS übernimmt auch Aufgaben einer polizeilichen Spezialeinheit, dazu gehört unter anderem der Schutz hoher britischer Amtsinhaber. Hier ist er vergleichbar mit dem israelischen Sajeret Matkal, mit dem der SAS immer wieder gemeinsame Übungen abhält.

Zusammenarbeit

Einsätze

1944

Im Juni unterstützte der SAS gemeinsam mit dem amerikanischen OSS und dem französischen Maquis die alliierte Landung in der Normandie (Operation Overlord), mit Anschlägen auf Nachschubeinrichtungen hinter der Front.

1980

Ende April besetzten sechs irakische Terroristen die iranische Botschaft in London. Vergeblich verhandelte die Polizei sechs Tage lang mit den Geiselnehmern, die zur Unterstützung ihrer Forderungen eine Geisel töteten. Am 5. Mai befahl Premierministerin Margaret Thatcher den Angriff (Operation Nimrod). Mehr als 30 Angehörige des SAS stürmten daraufhin das Gebäude. Während des 17 Minuten andauernden Einsatzes erschossen die Terroristen eine weitere Geisel. Die Terroristen wurden bis auf einen neutralisiert. Dieser Geiselnehmer überlebte nach Zeugenaussagen nur, da er sich sofort seiner Waffe entledigte und zu Boden warf, sodass er von den Einsatzkräften für eine Geisel gehalten wurde.

1982

Während des Falklandkrieges wahren mehrere Teams des SAS in Zusammenarbeit mit Einheiten des Special Boat Service (SBS), bei der Landung auf Südgeorgien (Operation Paraquat) und auf dem argentinischen Festland (Operation Mikado) eingesetzt.

1987

Premierministerin Margaret Thatcher befahl einem SAS Team, das Hochsicherheitsgefängnis in Peterhead (Schottland) zu stürmen, um eine Revolte der Häftlinge niederzuschlagen. Die Soldaten setzten dabei Schlagstöcke, Blendgranaten und CS-Gas ein. Der Einsatz gelang und ein gefangen gehaltener Wachmann konnte befreit werden.

1991

Im Zweiten Golfkrieg führte der SAS Sabotageeinsätze weit hinter den feindlichen Linien durch. Vorrangiges Ziel war die Zerstörung von Abschussrampen irakischer R-17-Raketen (ballistische Boden-Boden-Rakete aus Sowjetzeiten).

1999

Verfolgung und Festnahme von Kriegsverbrechern zusammen mit amerikanischen Einsatzkräften des Joint Special Operations Command (JSOC) in Bosnien und Herzegowina.

2000

In der späten Phase des Bürgerkriegs in Sierra Leone, wurden fünf britische Soldaten des Royal Irish Regiment und ihr Verbindungsoffizier der Armee von Sierra Leone auf einer Patrouille entführt. Die zwölf schwer bewaffneten Rebellen der so genannten Milizgruppe West Side Boys, brachten die Geiseln in den am Fluss Rokel liegenden Ort Gberi Bana.

Zwei Tage später wurden zwei Beobachtungsteams des SAS in Angriffsbooten vom Special Boat Service (SBS) in die Nähe des Ortes gebracht und an beiden Seiten des Flusses abgesetzt. Dort begannen sie die Bewegungen der Entführer zu beobachten, Informationen zu sammeln und geeignete Landeplätze für Hubschrauber zu finden.

Am 10. September gegen 06:30 Uhr gingen Hubschrauber in ein Warteschleifenmuster um den Ort, damit der SAS Beobachtungsteams Zeit hatten, sich in Position zu bringen, um die Milizgruppe daran zu hindern die Geiseln zu töten bevor das Evakuierungsteam am Boden war. Dann flogen die Hubschrauber den Fluss hinauf, wobei der HC.Mk 2 Chinook so tief flogen, dass der Abwind die Wellblechdächer mehrerer Hütten in den Dörfern abriss und auch das Dach des Gebäudes, in dem sich die Geiseln befanden. Als sich die Hubschrauber näherten, versuchten mehrere Kämpfer der Milizgruppe in die Nähe der Gefangenen zu gelangen, wurden aber von Soldaten des SAS neutralisiert. Bei ihrer Ankunft sicherten zwei AH.Mk.9 Lynx das Gelände, um die Landezonen für die HC.Mk 2 Chinook so sicher wie möglich zu machen und die Stellungen mit schweren Waffen der Milizgruppe zu zerstören. Die abgesetzten Soldaten des SAS gerieten unter heftigen Beschuss. Sie kämpften den Widerstand erbittert nieder und nach 20 Minuten waren die Geiseln befreit und die restlichen Kämpfer der Milizgruppe festgenommen.

Bei der Operation wurden auch 22 Zivilisten befreit, die von der Milizgruppe entführt und gefangen gehalten worden waren. Die Männer wurden als Diener eingesetzt und einer brutalen militärischen Ausbildung unterzogen, möglicherweise mit der Absicht, sie in Zukunft zum Kampf zu zwingen. Die Frauen wurden als Sexsklavinnen missbraucht.

2003

In der Nacht des 19. März überquerte Soldaten von der der B und D Squadron SAS (Task Force 14) die jordanische Grenze, um einen Angriff auf eine vermutete Anlage für chemische Munition in einer Wasseraufbereitungsanlage in der Stadt al-Qa'im (Irak) durchzuführen. Die 60 Mitglieder der D Squadron wurden zusammen mit ihren Pinkie DPV (Desert Patrol Vehicle; das letzte Mal, dass die Fahrzeuge vor ihrer Ausmusterung eingesetzt wurden) in sechs MH-47D Chinook vom 160th Special Operations Aviation Regiment (160th SOAR) in drei Wellen 120 km in den Irak geflogen. Nach der Ankunft errichtete die D Squadron ein Patrouillenlager an einem abgelegenen Ort außerhalb von al-Qa'im und wartete auf die Ankunft der B Squadron, die auf dem Landweg aus Jordanien kam. Die Annäherung an die Anlage erwies sich als schwierig und es kam zu einem Feuergefecht, in dessen Verlauf ein Pinkie aufgegeben und zerstört werden musste. Weitere Versuche die Anlage einzunehmen wurden abgebrochen und der SAS forderte schließlich einen Luftschlag an, der den Widerstand zum Schweigen brachte.

2003

Am 22. März steuerten Soldaten der B und D Squadron SAS zusammen mit der 1st Squadron Special Air Service Regiment (SASR) von der Australian Army die Luftwaffenstützpunkte H-2 und H-3 an. Den Luftwaffenstützpunkt H-2 nahm der kombinierte britische und australische Verband praktisch ohne Gegenwehr ein.

2003

Am 25. März nahm die B und D Squadron SAS mit Unterstützung der B Company 1st Battalion 5th Special Force Group (5th SFG) und Soldaten der Delta Force den Luftwaffenstützpunkte H-3 ein. Zur Sicherung wurde nach der erfolgreichen Einnahme eine Kompanie des 75th Ranger Regiment und das 45th Commando Royal Marines (RM) der Royal Navy von Jordanien aus zum Luftwaffenstützpunkte H-3 geflogen.

2003

Nach der Invasion im Irak, wurde die Task Force Black aufgestellt. Diese setzte sich aus rotierenden Squadrons des SAS und Special Boat Service (SBS) zusammen, in die aber auch Einheiten der Delta Force integriert wurden. Unterstützung erfolgte durch die Task Force Maroon, die aus Fallschirmjägern des britischem 1st Battalion Parachute Regiment (1st PARA) und Royal Marines (RM) der Royal Navy bestand, sowie Hubschrauber vom 160th Special Operations Aviation Regiment (160th SOAR).

2005

Am 23. Juli bekam das Joint Special Operations Command (JSOC) nachrichtendienstliche Erkenntnisse über einen al-Qaida-Unterschlupf im Süden Bagdads, wo Selbstmordanschläge geplant und vorbereiten wurden. Da die US-Spezialeinheiten in der Operation Snake Eyes gebunden waren, beauftragte das JSOC die Task Force Black mit der Operation Marlborough.

Die M Squadron Special Boat Service (SBS) befand sich auf ihrem zweiten dreimonatigen Einsatz im Irak und bildete die Basis der Task Force Black. Sie wurde bei der Operation von einigen Mitgliedern der G Squadron SAS verstärkt.

In der Nacht zum 23. Juli 2005 traf die Task Force Black in einer Kombination aus von der Delta Force geliehenen M1297 GMV (auf dem Humvee basierendes Militärfahrzeug von General Motors) und AS 332 Cougar in der Nähe des Zielgebäudes ein. In einigen AS 332 Cougar befanden sich Scharfschützen für den Fall, dass Personen im Zielgebäude versuchen sollten, einen Angriff zu starten. Als Verstärkung diente ein Zug des 75th Ranger Regiment, die zur Task Force Red gehörten, ebenso wie einige Kampfpanzer M1A1 Abrams von der U.S. Army und einige technische Experten des Army Special Operations Command (ASOC).

Als sich die Soldaten des SBS zu Fuß zum Angriff auf das Zielgebäude zubewegten, kam ein Mann mit einer Selbstmordweste auf sie zugelaufen und zündete seine Weste zu früh. Niemand wurde verletzt, aber durch die Explosion verlor die Besatzung eines AS 332 Cougar, der über der Explosion flog, die Kontrolle über den Hubschrauber. Ein Scharfschütze eines anderen AS 332 Cougar, sah wie ein anderer Mann das Gebäude auf der Rückseite verließ, und neutralisierte diesen. Die Soldaten des SBS stürmten das Gebäude und begannen die Räume zu klären. Ein Selbstmordattentäter kam in einem Korridor auf die Einheit zu, weswegen ein Unteroffizier und ein Gruppenführer sofort das Feuer eröffneten und den Angreifer neutralisierten. Der SBS fand überall Sprengstoff und andere Bestandteile für Sprengstoffwesten, die im ganzen Gebäude verteilt waren. Sie zogen sich zurück und sicherten das Objekt, bis die Bombenentschärfungsexperten eintrafen und das Gebäude klärten.

2005

Am 19. September eröffneten zwei Undercover operierende Soldaten (Operation Hathor) des SAS in traditionellen arabischen Gewändern und Kopfbedeckungen das Feuer auf eine Gruppe irakischer Polizisten, nachdem sie an einer Straßensperre angehalten worden waren. Die beiden Soldaten wurden festgenommen und zur Polizeistation Al Jameat (Basra, Irak) gebracht.

Als Reaktion darauf flogen zwanzig Mitglieder von der A Squadron und ein Zug Fallschirmjäger der Special Forces Support Group (SFSG) von Bagdad nach Basra. Ein Ultimatums Schreiben wurde von zwei Offizieren des Hauptquartiers der 12. Brigade ins Gefängnis gebracht. Beide Offiziere wurden als Geiseln genommen, während die beiden gefangenen Soldaten des SAS in den Kofferraum eines Autos gepfercht und in ein sicheres Haus in Basra gebracht wurden.

Da befürchtet wurde, dass die beiden Soldaten des SAS von der irakischen Hisbollah hingerichtet werden würden, wurde der Rettungsplan so geändert, dass einige Mitglieder der A Squadron das Gefängnis zusammen mit regulären Armeeeinheiten und Fahrzeugen angreifen würden, während das Hauptkontingent des SAS das Haus angriffen sollte. Nach Einbruch der Dunkelheit, gegen 21 Uhr, stürmte die britische Armee das Gefängnis und das Haus, in dem die Soldaten festgehalten wurden. Der Angriff auf das Haus stieß auf keinen Widerstand und man fand die beiden Gefangenen in einem verschlossenen Raum.

2006

Die SAS wird in das Joint Special Operations Command (JSOC) integriert und konzentrierten sich zusammen mit der Delta Force, der GROM und dem Special Air Service Regiment (SASR) von der Australian Army auf die Bekämpfung der Terrororganisation al-Qaida im Irak und der sunnitischen Aufstände.

2006

Am 26. November 2005 hielten Mitglieder der Terrorgruppe Swords of Righteousness Brigade ein Auto an, in dem sich vier Mitglieder (zwei Kanadier, ein Brite, ein Amerikaner) des Christian Peacemaker Teams (CPT) befanden und entführten diese. Die Entführung fand im Universitätsviertel von Bagdad statt, einem Gebiet, das seit der Ankunft von US-Einheiten in der Region ein Schauplatz von Unruhen war und in dem sich U.S. Marines tagelange schwere Kämpfe mit der paramilitärischen Gruppe Fedayeen Saddam lieferten.

Daraufhin leitete die Task Force Black die Operation Lightwater ein, um Geiseln zu finden und zu befreien. Dabei wurde die B Squadron SAS von der Special Forces Support Group (SFSG), einem Team der Joint Task Force (JTF2) und kanadischen Geheimdienstexperten unterstützt.

Im Rahmen der Operation Lightwater wurden fast jeden Tag und jede Nacht Hausdurchsuchungen durchgeführt und Verdächtige festgenommen, um nachrichtendienstliche Erkenntnisse zu sammeln. Die bei den Durchsuchungen beschlagnahmten Materialien und Informationen gaben Aufschluss über die Zugehörigkeit der Entführer und führten, wenn sie ausgewertet wurden (insbesondere die Mobiltelefone), zu weiteren Durchsuchungen. Insgesamt wurden 50 Hausdurchsuchungen durchgeführt, bei denen insgesamt 47 Personen festgenommen wurden. Nur 4 der Durchsuchungen wurden als "trockene Löcher" eingestuft - Orte, die keine nützlichen Informationen lieferten. Die Operation trug wesentlich dazu bei, die Geiseln zu finden und es wurden dabei auch Informationen gesammelt, die dann Operation Larchwood 4 in Gang setzte.

Am 10. März wurde dann die Leiche vom entführten Tom Fox auf einer Mülldeponie in Bagdad gefunden, getötet durch Schusswunden in Kopf und Brust. Die Hände des Leichnams waren zusammengebunden.

In den frühen Morgenstunden des 23. März führte die B Squadron SAS im Rahmen der Operation Lightwater die Operation Ney 3 durch. Das Ziel war ein Haus in Mishahda, 20 Meilen nordwestlich von Bagdad, wo sie zwei gesuchte Männer festnahmen. Während eines Verhörs (taktische Befragung) gaben diese den Aufenthaltsort der Geiseln im Westen Bagdads preis. Aus Angst vor einem Hinterhalt rief das SAS-Team die Entführer kurz vor dem Angriff auf das Haus an und forderte sie auf, ihren Aufenthaltsort zu verlassen. Um 8.00 Uhr stürmte der SAS das Haus und stellte fest, dass die Entführer das Gebäude verlassen hatten. Die drei unverletzten Geiseln wurden in einen wartenden Schützenpanzer M2A2 Bradley gebracht.

Anmerkung:
Die Times berichtet, dass der SAS von der Task Force Maroon unterstützt wurde, die aus Fallschirmjägern des britischem 1st Battalion Parachute Regiment (1st PARA) und Royal Marines (RM) der Royal Navy bestand, und dass auch die Royal Canadian Mounted Police an der Rettungsaktion beteiligt war.
Es wurde auch berichtet, dass das CPT nicht mit der Task Force Black zusammengearbeitet hat. CPT-Ko-Direktor Doug Pritchard erklärte, man wolle keine 'militärische Razzia' und 'gewaltsame Befreiung' unterstützen und ziehe es vor, eine diplomatische Lösung zu finden. Wie 'sinnvoll' und 'erfolgreich' dieses Vorgehen ist, zeigt der Fund der Leiche von Tom Fox am 10. März.

2010

Die wurden zur Sicherung der Olympischen Winterspiele Winter-Paralympics 2010 in Vancouver eingesetzt. Während einige Einheiten nur in Bereitschaft waren, arbeiteten andere mit der Royal Canadian Mounted Police zusammen.

2006

Im April wurde die B Squadron SAS und Spezialeinheiten der U.S. Army von der Special Forces Support Group (SFSG) bei der Operation Larchwood 4 unterstützt. Das Ziel war, Kämpfer der Terrororganisation al-Qaida in Yusufiyah (Provinz Bagdad, Irak) anzugreifen. Der Angriff war ein großer Erfolg, in dessen Folge Erkenntnisse gewonnen wurden, die einige Monate später zur Auffindung und Neutralisierung des al-Qaida-Führers im Irak, Abu Musab al-Zarqawi, führten.

2011

Am 27. Februar übernahmen Soldaten der SAS und des Special Boat Service (SBS) die Sicherung bei der Evakuierung von 150 Ölarbeitern aus dem libyschen Bürgerkrieg. Von einem Flugplatz in der Nähe von Zella wurden die Arbeiter mit zwei C-130J Hercules der Royal Air Force (RAF) nach Valletta ausgeflogen.

2012

Am 28. Mai flogen MH-60L Black Hawk des 160th Special Operations Aviation Regiment (160th SOAR) ein Team des SAS und der DEVGRU (ehemals SEAL-Team SIX) in die Provinz Badakhshan (Afghanistan), um einen britischen Entwicklungshelfer, einen kenianischen Mitarbeiter einer Nichtregierungsorganisation und zwei Afghanen zu retten, die von Banditen in der Provinz als Geiseln genommen wurden. Die Rettung war ein Erfolg.

2014

Soldaten des SAS wurden Ende August in den Nordirak entsendet, um die Terrormiliz Islamic State of Iraq and Syria (ISIS) aufzuklären.

2014

Es wird bekannt, dass der SAS im Irak gegen den IS kämpft. Die Einsätze sollen schon im November 2014 begonnen haben und richten sich gegen die Nachschublinien der Terrormiliz Islamic State of Iraq and Syria (ISIS).

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